Was ist eigentlich so „super“ an „Supervision“?

Am vergangenen Freitag fanden sich Prof. Dr. Monika Zimmermann und die Teilnehmenden der diesjährigen Coaching-Ausbildung zum zweiten Mal für eine Supervision virtuell zusammen.

Ansteckende Begeisterung bei der Supervision mit unseren angehenden Coaches

Hauptanliegen war also die gemeinsame Reflexion über die Praxiserfahrung der Teilnehmenden mit der in Modul 2 vorgestellten Tetralemma-Methode. Begeistert hörten wir zu, wie unsere angehenden Coaches die Methode auf sehr unterschiedliche Weisen, in verschiedenen Kontexten wirksam umsetzten konnten. Dabei haben sie zahlreiche Erkenntnisse gesammelt, die in der Supervision expliziert und reflektiert wurden.

So war ein Thema, über das gesprochen wurde, die Frage, wie Klient*innen mit den Impulsen aus dem Coaching umgehen, ob sie „ins kalte Wasser springen“ und tatsächlich Entscheidungen treffen bzw. Veränderungen umsetzten. Prof. Dr. Zimmermann zitierte einen befreundeten Coach, der dazu sagt „Mir doch egal, ob sie baden gehen. Ich bin als Coach „nur“ dafür da, die Form zu analysieren und vorzugeben, für die „Inhalte“ und Umsetzungen sind meine Klient*innen verantwortlich.“ Diese neutrale Haltung wurde von den Teilnehmenden als schwierig umzusetzen und in manchen Fällen auch als nicht wünschenswert wahrgenommen. So antwortet beispielsweise ein Teilnehmer:

„Ja als Coach stimmt das, aber als Mensch sehe ich mich in der Verantwortung, den Klienten davor zu bewahren zu tief ins Wasser zu tauchen.“

Man spürt wie sich die professionelle Haltung unserer angehenden Coaches (weiter-)entwickelt, ein wesentlich wichtigerer Schritt zur Professionalisierung als das reine Beherrschen von Methoden.

Auch mit Herausforderungen und Unsicherheiten konnten unsere Teilnehmer souverän umgehen: Durch gegenseitigen Austausch und eigene Recherche bereiteten sie sich auf den Einsatz der Tetralemma-Methode vor und machten die Erfahrung, dass sie trotz eigener Unsicherheit bei ihrem Gegenüber etwas bewirken konnten. Prof. Dr. Zimmermann bestätigt, dass der sichere Umgang mit Methoden Zeit und Übung braucht. Ein Teilnehmer fasst seine Einstellung gegenüber dem Weg von der Unsicherheit zur Souveränität so zusammen:

„Ich sehe die Ausbildung wie einen Führerschein, das richtige Fahren (Coachen) lernt man erst mit der Zeit.“

Besonders begeistert waren wir, zu hören, dass einige unserer Teilnehmer die erlernten Methoden jetzt schon innovativ und gewinnbringend in ihren jeweiligen Unternehmen anwenden konnten:
Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie die „5-Säulen-Methode“ nun als monatliche Reflexionsgrundlage im Rahmen der Personal- und Teamentwicklung ihrer Kita einsetzt und diese Intervention in den gegebenen Gruppen-Entwicklungsrahmen „Resilienzentwicklung“ eingeordnet hat.
Eine andere Teilnehmerin nutzt die Tetralemma-Methode zur Schulung und zum Training ihrer Mitarbeiter*innen im Bereich Konfliktmanagment für unternehmensinterne Berater*innen.


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1 Kommentar zu „Was ist eigentlich so „super“ an „Supervision“?“

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