Eine konstruktiv-kritische Rezension aus Lehre, Studium und unternehmerischer Praxis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Liebe Leser:innen, ein Buch kann in der Lehre weit mehr sein als eine Quelle: Es kann einen gemeinsamen Denk- und Erfahrungsraum öffnen. Tom Küchlers „Veränderung darf S.E.X.Y. sein!“, veröffentlicht bei Vandenhoeck und Ruprecht, hat uns im Sommersemester 2026 durch das Modul „Coaching in Veränderungsprozessen“ begleitet. Der folgende Beitrag verbindet meine Perspektive als Lehrende mit den Erfahrungen der Studierenden und dem unternehmerischen Praxisblick meines geschätzten Kollegen Christian Wewezow. Gemeinsam betrachten wir das S.E.X.Y.-Format würdigend und zugleich prüfend: Was kann es zum Verständnis realer Veränderungsprozesse beitragen? Wo eröffnet es neue Denk- und Handlungsspielräume? Und welche Ergänzungen dürfen dort hinzukommen, wo Veränderung unter komplexen Praxisbedingungen stattfindet?
Moni Zimmermann, Heidelberg, 01. August 2026
Dieser Beitrag setzt den Kolumnebeitrag von Christian Wewezow, Tom Küchler und Moni Zimmermann „Wenn die Hütte brennt: Was Change wirklich ist und wie man es lernen kann“ fort, der Change-Management in der praktischen Umsetzung betrachtet und Einblicke liefert, weswegen Veränderungsprozesse in der Praxis trotz bester Absichten oftmals nicht gelingen.
Veränderung zwischen Modell und gelebter Realität
Wer Change lehrt, kann über Modelle, Phasen und Interventionen sprechen. Wer Veränderung in kleinen und mittleren Unternehmen begleitet, erlebt häufig eine andere Realität: Prozesse entstehen unter Zeitdruck, mit begrenzten Ressourcen und meist ohne ausgearbeitete Change-Architektur. Ziele bleiben zunächst grob, Vorgehensweisen entwickeln sich unterwegs, Vorhaben werden nicht umgesetzt und vermeintlicher Widerstand kann auf ungeklärte Emotionen, fehlende Orientierung oder blinde Flecken im Prozess verweisen (Wewezow, Küchler & Zimmermann, 2026, S. 1f.).
Christian Wewezow hat diese unternehmerische Realität als erfahrener Mitdenker in die Entwicklung meiner Prüfungsaufgabe eingebracht. Seine Fragen schärften den Blick für knappe Zeit- und Budgetrahmen, geringe Formalisierung, iterative Schritte und die Bedeutung wirksamer Mikrointerventionen. Dadurch konnte die Fallstudie neben wissenschaftlicher Fundierung auch prüfen, wie anschlussfähig ein Modell an reale Organisationen ist. Ein klärendes Gespräch, eine präzise Frage oder das Sichtbarmachen verschiedener Perspektiven kann in solchen Kontexten mehr bewegen als ein formal perfekter Prozessplan (Wewezow, Küchler & Zimmermann, 2026, S. 2f.; Zimmermann, 2026a, S. 3f.).
Meine eigenen Erfahrungen aus Team- und Führungscoachings haben die Entwicklung der Prüfungsaufgabe ebenfalls wesentlich geprägt. In unterschiedlichen sozialen Organisationen zeigte sich wiederholt, dass Veränderung oft am Urteils-Handlungs-Hiatus scheitert. Häufig wirken indirekte Kommunikation, ungeklärte Rollen, widersprüchliche Erwartungen, emotionale Bindungen, Zeitdruck und über Jahre gewachsene Team(un-)kulturen zusammen. Selbst gemeinsam getroffene Vereinbarungen können im Alltag rasch von vertrauten Kommunikations- und Handlungsmustern überlagert werden. Besonders wirksam erlebte ich deshalb die Verbindung aus ressourcen- und werteorientierten Einzelgesprächen, gemeinsamer Muster- und Perspektivklärung, gezielten Team- und Führungsworkshops sowie begleitender Supervision. Eine präzise Frage, das behutsame Spiegeln einer Diskrepanz, ein sichtbarer Werteanker oder die Klärung von Verantwortung kann dabei einen bedeutsamen Unterschied eröffnen. Diese Erfahrungen flossen in eine Prüfungsaufgabe ein, in der die Studierenden Veränderung nicht nur modellhaft planen, sondern unter realistischen Bedingungen analysieren, in handhabbare Schritte übersetzen und im Hinblick auf ihre eigene Haltung, die vorhandenen Ressourcen und die Anschlussfähigkeit im jeweiligen System reflektieren dürfen (Zimmermann, 2026a, S. 1ff.).
Verortung des Moduls im Studiengang
Das Pflichtmodul „Coaching in Veränderungsprozessen“ ist im fünften Studienhalbjahr des Bachelorstudiengangs „Soziale Arbeit, Management & Coaching“ im Studienbereich Coaching verankert. Es umfasst sechs ECTS mit 60 Stunden Kontaktzeit und 120 Stunden Selbststudium. Inhaltlich verbindet es Veränderungsprozesse bei Einzelpersonen, Gruppen, Teams und Organisationen mit Konfliktmanagement, Coaching in sozialpädagogischen Einrichtungen, Führung, Macht und Hierarchie, Organisationsentwicklung, Methodenwahl, Evaluation und kontinuierlicher Selbstreflexion. Die schriftliche Fallstudie als Leistungsnachweis kann Theorie, reale Praxisbedingungen und die Entwicklung des eigenen Coachinghabitus miteinander verbinden (Internationale Berufsakademie [iba], 2024, S. 2f.).
Was das S.E.X.Y.-Format eröffnet
Küchler beschreibt Veränderung als Zusammenspiel von Fühlen, Denken, Wollen und Handeln. Sichtbares Verhalten bildet damit nur einen Ausschnitt. Bewertungen, Motive, körperliche Reaktionen, Beziehungen und kulturelle Bedingungen wirken fortlaufend zusammen (Küchler, 2025, S. 18–28). Ebenso hilfreich ist die Unterscheidung zwischen Funktionsoptimierung und Musterwechsel: Tiefere Veränderung berührt vertraute Denk-, Fühl- und Handlungsmuster und kann Übergangsphasen mit Unsicherheit und Instabilität auslösen (Küchler, 2025, S. 30–35).
Aspekt | Fokus | Bedeutung |
S | Selbstverantwortung | Du erkundest Deinen Einflussbereich, differenzierst Verantwortung und öffnest den Blick für Lösungen. |
E | Emotional gerahmte Ziele | Du entwickelst Zukunftsbilder, die anziehend, bedeutsam und körperlich stimmig werden können. |
X | X-Faktoren | Du betrachtest Ambivalenzen, innere und äußere Hindernisse sowie hemmende und fördernde Kräfte. |
Y | Yes! | Du aktivierst Ressourcen, stärkst Zuversicht und erweiterst Deine Handlungsmöglichkeiten. |
Die vier Aspekte sind eng miteinander verwoben. S.E.X.Y. lässt sich deshalb präziser als Reflexions-, Orientierungs- und Prozessrahmen denn als lineare Abfolge verstehen. Ein attraktiveres Ziel kann Verantwortungsbereitschaft stärken; neue Ressourcen können den Blick auf Hindernisse verändern; die Klärung einer Ambivalenz kann ein neues Zielbild eröffnen (Küchler, 2025, S. 53–55 und 112–113).
Dein Veränderungswunsch im S.E.X.Y. Format (Handout)
Diese Übersicht ist entnommen aus: Küchler, Tom (2025) Veränderung darf S.E.X.Y. sein! Systemisch-integratives Selbstmanagement. Vandenhoek & Ruprecht Verlage. S. 112f. Die Tabelle wurde ins „Du“ transformiert.
Mit freundlicher Gestattung des Autors und des Verlages.
Vom Buch zur wissenschaftlichen Prüfungsleistung
Die Prüfungsaufgabe eröffnete den Studierenden die Möglichkeit, einen persönlichen oder organisationalen Veränderungsfall zu rekonstruieren, eine Forschungs- oder Entwicklungsfrage zu formulieren, eine theoriegestützte Analyse vorzunehmen, einen Begleitungsplan zu entwickeln und die eigene Haltung zu reflektieren. Für organisationale Fälle konnten zusätzlich Rollen, Macht, Ressourcen, Entscheidungswege und zeitliche Bedingungen einbezogen werden (Zimmermann, 2026a, S. 1–4).
Sechs studentische Beispiele
Hier ist eine verdichtete Liste mit je einer persönlich-fachlichen Kern-Erkenntnis aus der Arbeit mit dem S.E.X.Y.-Modell:
Hannah Berger
Veränderung wird dann nachhaltig wirksam, wenn aus diffuser Belastung ein emotional anschlussfähiges Zielbild entsteht und der eigene Rubikon nicht nur kognitiv verstanden, sondern innerlich spürbar überschritten wird.
Sabrina Camilotti
Stressbewältigung beginnt nicht erst bei äußeren Anforderungen, sondern bei der Beziehung mit sich selbst: Wer anderen empathisch begegnet, darf lernen, dem eigenen Körper und den eigenen Belastungsgrenzen ebenso empathisch zuzuhören.
Lea Keitel
Das S.E.X.Y.-Modell wirkt besonders dann lernförderlich, wenn einzelne Modellbestandteile bedarfsorientiert ausgewählt und gezielt eingesetzt werden: Bereits die gezielte Arbeit damit kann mithilfe der Motivationstrias sichtbar machen, wie Motivation im Prozess wächst und den Aufbau authentischer Handlungsfähigkeit fördert.
Violetta Ogel
Das S.E.X.Y.-Modell zeigte mir, dass Change-Begleitung keinem starren Ablauf folgen muss. Der Rubikon, ein emotionales Zielbild und die Ressourcenarbeit können Veränderung sichtbar und greifbar machen. Auch eine unpassende Richtung ist kein Scheitern, sondern eine wichtige Erkenntnis für den weiteren Prozess.
Antonia Grossmann
Die Flexibilität, die der Inhalt des Buches vor allem das S.E.X.Y Modell mitbringt, finde ich besonders bemerkenswert. Aus meinem Verständnis, welches ich im Rahmen der Fallstudie gewinnen konnte, bietet es den perfekten Rahmen für jeden der Veränderung beginnen will. Lesen können die Inhalte auch persönliche Prozesse übertragen und daraus ganz individuell profitieren. Das ist besonders wichtig, denn; Veränderung beginnt bei einem selbst.
Beryvan Othman Ali
Besonders hilfreich war für mich die verständliche und praxisnahe Vermittlung, insbesondere das S.E.X.Y.-Modell, das mir eine klare Struktur für die Bearbeitung meiner Fallstudie gab. Die Verbindung von Theorie und Praxis förderte zugleich meine kritische Reflexion.
In der gemeinsamen Reflexion beschrieben die Studierenden die Prüfungsleistung als ungewöhnlich praxisnah und persönlich bedeutsam. Die offene Aufgabenstruktur löste zu Beginn Orientierungsfragen aus; durch die wiederholte Klärung in der Lehrveranstaltung, die intensive eigene Fallarbeit und das konkrete Erproben wurde sie zunehmend als Freiheit erlebt. Aus theoretischem Wissen konnten so anwendbare Prozesskompetenz, Vertrauen in die eigene Methodenwahl und ein über die Abgabe hinausreichender persönlicher Lerngewinn entstehen. Zugleich wurde der begrenzte Wortumfang als anspruchsvolle Verdichtungsaufgabe erlebt (Zimmermann, 2026c, S. 3–6).
Perspektiven der Co-Autor:innen auf Buch, Prüfungsaufgabe und Lernprozess
Die folgenden Perspektiven wurden auf Grundlage der gemeinsamen Arbeitssitzung vom 24. Juli 2026 besprochen und von den Beteiligten als Ausgangspunkt für die gemeinsame Weiterarbeit formuliert. Sie verbinden die Wahrnehmung des Buches mit den Effekten der Prüfungsaufgabe und ihrer Begleitung auf den individuellen Lernprozess (Zimmermann, 2026c, S. 3–6). Die Perspektiven sind teilweise mit Zitaten aus den individuellen Prüfungsleistungen untermauert.
Perspektive von Hannah Berger
Rückblickend habe ich das S.E.X.Y.-Format persönlich als Leitblanke erlebt. Es ermöglicht in seiner Struktur sowohl Orientierung als auch Freiheit in der Durchführung. Zu Beginn meines realen Coachingprozesses innerhalb der Fallstudie waren weder eine Lösung noch ein möglicher Weg sichtbar. „Zu Beginn meines Veränderungsprozesses befand ich mich noch vor diesem Übergang. Meine Aufmerksamkeit richtete sich vor allem auf Belastungen, Enttäuschungen und die Bewertung meiner Situation“ (Berger, 2026, S. 4). Gerade dadurch konnte ich erleben, wie wichtig das Vertrauen in den Prozess, in mein bereits erworbenes Wissen und in die verfügbaren Methoden ist. Ein attraktives und zugleich beeinflussbares Ziel konnte zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht formuliert werden (Berger, 2026, S. 8).
Das Buch bietet für diese Phase ein wertvolles Repertoire und spricht Leser:innen direkt, wertschätzend und auf Augenhöhe an. Die Sprache des Autors macht komplexe Inhalte zugänglich und eröffnet zugleich neue Vorstellungen davon, wie Fachliteratur klingen darf. Die Prüfungsleistung ermöglichte mir mit Tom’s Modell einen echten Lern- und Entwicklungsprozess. Monis enge, zugewandte und zugleich anspruchsvolle Begleitung half mir, anfängliche Unsicherheit auszuhalten, meinen Fall konsequent weiterzuentwickeln und der eigenen Prozesskompetenz stärker zu vertrauen.
Besonders bedeutsam war der Moment, in dem dann „ein attraktives und zugleich beeinflussbares Ziel“ erstmals sichtbar wurde (Berger, 2026, S. 8) und „das Problem [mein] Denken nicht mehr allein“ bestimmte (Berger, 2026, S. 9). Die Arbeit wurde dadurch weit mehr als eine formale Leistung, sondern eröffnete mir einen persönlichen Mehrwert, der über den Abgabetermin hinausreicht. Zugleich zeigte sich, welche Rolle emotionale Zielbilder und somatische Marker in Veränderungsprozessen spielen. „Der Regenbogen entwickelte sich zu meinem persönlichen Leitbild“ (Berger, 2026, S. 9–10).
Ich bin erstaunt über die Kraft und Wirksamkeit dieser Methoden. Der Coachingprozess führte mit Hilfe des S.E.X.Y. Modells von einer passiven Belastungserfahrung hin zu einer aktiven Veränderungsbereitschaft.
Für eine weitere Auflage des Modells wünsche ich mir einen exemplarischen Coachingverlauf, der S.E.X.Y. mit Anliegen- und Auftragsklärung verbindet, ergänzende Workbook-Elemente sowie einen kurzen Einblick in Tom und die Entstehungsgeschichte seines Ansatzes. Dadurch könnte das Buch noch deutlicher zeigen, wie sich das Modell in realen Coachingprozessen konkret entfaltet.
Perspektive von Sabrina Camilotti
Besonders ansprechend finde ich den Sprachstil des Buches. Viele Fachtexte brauchen mehrere Leseschleifen, bevor ihr Kern verständlich und greifbar wird. Tom schreibt dagegen so lebensnah, dass ich die Inhalte schnell aufnehmen und erproben konnte. Einzelne Gedanken brauchten auch bei mir eine zweite Reflexionsrunde, woraus jedoch Ergebnisse entstanden, mit denen ich weiterarbeiten konnte. Da ich das Buch als sehr hilfreich wahrgenommen und viel Spaß beim Lesen empfunden habe, habe ich das Buch bereits Freunden und Familienmitgliedern weiterempfohlen. Die Verständlichkeit des Buches nimmt dem Thema Veränderung nichts von seiner Tiefe, sondern macht diese Tiefe erst zugänglich.
Die Verbindung von Buch, Lehrveranstaltung und eigener Fallstudie prägte meinen Lernprozess besonders. Ich konnte nicht nur über Veränderung schreiben, sondern etwas konkret umsetzen und beobachten, was daraus entstand und welchen Einfluss es auf meinen privaten sowie beruflichen Alltag nimmt. Dadurch blieb deutlich mehr im Kopf hängen als bei einer rein theoretischen Prüfungsleistung. Die Fallstudie erlebte ich als eine der bisher motivierendsten Arbeiten meines Studiums, weil die investierte Zeit einen persönlichen und praktischen Nutzen hatte.
Mein zentrales Feedback an Buch und Lehre lautet deshalb: Die Verbindung aus verständlichem Lesen, unmittelbarem Ausprobieren und anschließender fachlicher Reflexion darf unbedingt erhalten bleiben.
Perspektive von Lea Keitel
Ich fand es besonders spannend das S.E.X.Y.-Modell als ein strukturierten und zugleich offen gestaltbaren Coachingansatz erlebt zu haben. Die Struktur trug mich, ohne meine Bearbeitung einzuengen. Mit der Motivationstrias konnte ich sichtbar machen, wie sich im Verlauf des Prozesses aus anfänglicher Unsicherheit eine klare Zielvision entwickelte (Keitel, 2026, S.11). Meine Zuversicht stieg und ich gewann an Orientierung für wiederkehrende Situationen (Keitel, 2026, S.11). Schon in einem kurzen Zeitraum wurde damit eine konkrete Lernbewegung erkennbar.
Besonders eindrücklich war für mich die Erkenntnis, dass nachhaltige Veränderung nicht zwingend die Bearbeitung aller Modellbestandteile voraussetzt, sondern bedeutsame Impulse eröffnen kann. Die wissenschaftliche Bearbeitung und die gemeinsame fachliche Einordnung im Seminar vertieften meinen Lernprozess zusätzlich. Ich konnte den Ansatz mit ergänzenden Modellen verbinden und zugleich genauer prüfen, aus welchen Schulen und theoretischen Traditionen einzelne Elemente stammen. Das Zusammenspiel aus Monis Begleitung und Rückmeldungen, sowie Tom’s Modell ermöglichten mir einen bedeutsamen Lern- und Entwicklungsprozess. Es stärkte mein Verständnis dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnis nicht ausschließlich aus bestehender Literatur entsteht, sondern durch das Zusammenwirken von Praxiserfahrung und theoretisch, wissenschaftlicher Einordnung.
Für eine weitere Auflage des Buches wünsche ich mir daher eine kompakte theoretische Landkarte, die systemische, konstruktivistische und lösungsfokussierte Grundlagen sichtbar macht, ohne den praxisnahen, lebendigen, und humorvollen Charakter des Buches zu akademisieren.
Perspektive von Violetta Ogel
Beim Lesen des Buches habe ich mich direkt wohlgefühlt. Obwohl die Inhalte fachlich sind, musste ich keine Zeit darauf verwenden, komplizierte Formulierungen oder einzelne Begriffe zu entschlüsseln. Die Fragen regen dazu an, intensiv über sich selbst oder den jeweiligen Coachee nachzudenken. Dadurch richtet sich die gedankliche Arbeit direkt auf den Veränderungsprozess und nicht erst auf das Textverständnis. Die lockere und humorvolle Sprache war für mich zunächst ungewohnt, da ich aus dem Studium vor allem klassische wissenschaftliche Texte kenne. Gerade dieser Stil machte das Lesen jedoch angenehm und motivierte mich, mich weiter mit den Inhalten zu beschäftigen.
Ich empfinde es als mutig und gelungen, dass Tom Küchler seinen eigenen Stil gewählt hat: fachlich wertvoll, verständlich und gleichzeitig einfach “cool” verpackt. Ich konnte das S.E.X.Y.-Modell in zwei praktischen Coachingkontexten erproben. Im Rahmen meiner Fallstudie coachte ich meine Mitarbeiterin Anna. Zusätzlich unterstützte ich eine Kommilitonin dabei, sich selbst zu coachen. Dabei wurde mir deutlich, dass es im Coaching nicht den einen vorgegebenen Weg gibt. Das Buch bietet eine Grundlage mit vielen Fragen, Ideen und Methoden. Welche davon passen, zeigt sich jedoch erst im gemeinsamen Prozess mit dem Coachee. In meiner Fallstudie hielt ich fest: „Insgesamt erwies sich die flexible Methodenauswahl als passend. Sie ermöglichte es, dem Gesprächsverlauf zu folgen, statt mehrere Modelle schematisch abzuarbeiten“ (Ogel, 2026, S. 15). Führt eine Frage oder Methode nicht weiter, ist das für mich kein Scheitern. Auch die Erkenntnis, dass eine Richtung nicht passt, hilft bei der Neuorientierung.
Besonders überzeugt hat mich der Rubikon, weil Anna ihren bisherigen Veränderungsweg mit seinen Höhen und Tiefen bildlich betrachten und ihren aktuellen Standort selbst einordnen konnte. Mein größter Aha-Moment entstand jedoch durch den Bereich E. Aus dem allgemeinen Wunsch, selbstsicherer zu werden, entwickelte sich der persönliche Leitsatz „Ich bin der Chef“. Dieser stand für Verantwortung, fachliche Sicherheit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Beim Aussprechen veränderten sich ihre Stimme, Ausstrahlung und Körperhaltung. Sie beschrieb ein „positives Kribbeln im Bauch, mehr Energie und Vorfreude“ sowie eine offenere Haltung (Ogel, 2026, Anhang A, S. 5). Dadurch wurde für mich sichtbar, welchen Unterschied es macht, ob ein Ziel nur vernünftig klingt oder tatsächlich ein inneres Gefühl auslöst.
Auch die Ressourcenarbeit war für Annas weiteren Weg bedeutsam. Da es ihr zunächst schwerfiel, eigene Stärken zu benennen, half das Gespräch, vorhandene Fähigkeiten, Erfolge und Unterstützungsmöglichkeiten sichtbar zu machen. Diese Ressourcen können sie auf dem Weg von vorbereiteten Stunden zur selbstständigen Kursplanung unterstützen. Für mich zeigte sich, dass Selbstständigkeit nicht nur eingefordert, sondern durch emotionale Ziele, Ressourcenaktivierung und konkrete Erprobung gezielt aufgebaut werden muss. Ich würde das Buch deshalb weiterempfehlen. Es bietet eine verständliche Struktur und zugleich genügend Freiheit für einen eigenen, am Coachee orientierten Weg.
Für eine weitere Auflage wünsche ich mir ergänzende Arbeitsblätter und exemplarische Coachingverläufe, damit besonders Menschen mit wenig Coaching-Erfahrung die praktische Anwendung noch besser nachvollziehen können.
Perspektive von Beryvan Othman Ali
Besonders angesprochen hat mich die Art, wie Tom Küchler fachliche Inhalte verständlich und praxisnah vermittelt. Das S.E.X.Y.-Modell hat mir bei der Bearbeitung meiner Fallstudie eine klare Orientierung gegeben und mir geholfen, den Veränderungsprozess Schritt für Schritt zu strukturieren. Dadurch fiel es mir leichter, die theoretischen Konzepte auf meinen Fall zu übertragen und die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Besonders positiv bleibt mir die Sprache des Buches in Erinnerung. Es liest sich verständlich und zugleich fachlich fundiert. Die Fragen, Beispiele und Impulse haben mich immer wieder dazu angeregt, meinen Fall aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und meine Überlegungen kritisch zu reflektieren. Dadurch entwickelte sich die Fallstudie für mich nicht nur zu einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung, sondern auch zu einem persönlichen Lernprozess.
Für mich liegt eine besondere Stärke des Buches darin, dass es Theorie und Praxis miteinander verbindet, ohne dabei an Verständlichkeit zu verlieren. Gerade diese Verbindung hat die Bearbeitung meiner Fallstudie bereichert und mir gezeigt, wie hilfreich ein theoretisches Modell sein kann, wenn es verständlich erklärt und unmittelbar auf die Praxis übertragbar ist.
Perspektive von Antonia Grossmann
Tom Küchlers Buch hat mir nachhaltig das Bewusstsein für Veränderungsprozesse erweitert. Dem Lesenden wird auf eine offene und einladende Art viel Raum für die eigene Nutzung des Modells und der daraus möglichen Entwicklung gelassen. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass man im Rahmen der einzelnen Veränderungsphasen von vielen, individuell gewählten Schulen und Methoden profitieren kann.
Für mich persönlich hat das S.E.X.Y Modell, verbunden mit der Positiven Psychologie nach Seligmann und der ABC-Kette nach Ellis, einen perfekten Weg geebnet, den ich nun gerne gehe, um das Ziel meines persönlichen Veränderungsprozess zu erreichen. Das Buch übermittelt von dir für einen Veränderungsprozess relevante Informationen, in einem angenehmen und charmant-lockeren Sprachstil.
Zimmermann, M. (Hrsg.) (2026). Coaching-Konzepte entwickeln. Zur Professionalität zwischen Haltung, Wissenschaft und Praxis. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-53211-6.
Professionelles Coaching basiert auf der kohärenten Verbindung von Haltung, wissenschaftlicher Fundierung und methodischem Handeln. Während Coaching eine hohe Verbreitung erfährt, bleibt die systematische Ausarbeitung individueller Coaching-Konzepte bislang ein wenig erschlossenes Feld. Im Zentrum steht ein theoretischer Grundlagenbeitrag, der das Wesen professioneller Coaching-Konzepte aus wissenschaftlicher, systemischer und interdisziplinärer Perspektive herausarbeitet. Dieser theoretische Rahmen wird durch vier ausgewählte Coaching-Konzepte aus der Ausbildungspraxis ergänzt.
Stärken des Buches und konstruktive Impulse für Lehre und Praxis
Das Buch macht komplexe Veränderungsdynamiken anschaulich. Besonders der E-Aspekt erweitert eine rein rationale Zielarbeit: Zukunft kann über Sinn, Attraktivität, Körperwahrnehmung und somatische Marker erfahrbar werden. Auch Wunderfrage, Entscheidungswaage, Tetralemma, Kraftfeldanalyse, mentales Kontrastieren, Glaubenssätze, Reframing und Ressourcenarbeit werden in einen gemeinsamen Rahmen eingebunden (Küchler, 2025, S. 74–110).
Die sprachliche Provokation kann öffnen und zugleich irritieren. Begriffe wie Erotik, Flirt oder Libido können in freiwilligen Lern- und Coachingkontexten Leichtigkeit erzeugen. In sozialen, pädagogischen oder besonders sensiblen Kontexten kann „emotional gerahmt“ anschlussfähiger wirken. Auch S.E.X.Y. und S.M.A.R.T. dürfen sich ergänzen: Emotionaler Sog kann Energie freisetzen, während konkrete Schritte, Zuständigkeiten und Zeitrahmen die Umsetzung erleichtern (Küchler, 2025, S. 53–55).
Selbstverantwortung kann Handlungsspielräume erweitern. Organisationale, gesellschaftliche und materielle Bedingungen dürfen dabei sichtbar bleiben. Ebenso verlangt der Methodenreichtum fachliche Auswahlkompetenz und eine klare Wahrnehmung der Grenzen zwischen Selbstreflexion, Coaching, Beratung und Therapie. Für komplexe Organisationen kann S.E.X.Y. eine motivationale und reflexive Orientierung geben; strukturelle, strategische und evaluative Perspektiven dürfen ergänzend hinzukommen.
Aus den studentischen Perspektiven verdichten sich vier zusätzliche Entwicklungsideen: Ein exemplarischer Coachingverlauf könnte weniger erfahrenen Leser:innen die Verbindung mit Anliegenklärung, Auftragsklärung und Prozessgestaltung erleichtern. Kurze Workbook-Felder oder digitale Reflexionsimpulse könnten Erkenntnisse sichern und über längere Zeit weiterführen. Eine knappe wissenschaftliche Verortung würde die Anschlussfähigkeit für Hochschulen und Bibliotheken erhöhen. Ein persönlicher Abschnitt zu Tom und zur Entstehung des Formats könnte zudem sichtbar machen, wie Erfahrungswissen, fachliche Begegnungen und theoretische Einflüsse zusammengefunden haben (Zimmermann, 2026c, S. 4f.).
Ein Veränderungsmodell kann eine gemeinsame Sprache bereitstellen, ohne den konkreten Prozess festzulegen. Durch reale Fälle und die Verbindung mit ergänzenden Theorien wird es zum Leben erweckt. Veränderung darf als Lernbewegung betrachtet werden, in der Unsicherheit, Unterbrechungen und Nichtwissen ausgewertet werden können. Ein hilfreicher Rahmen (Lehre, Coaching) kann Dich dabei unterstützen, Verantwortung anzuregen, attraktive Zukunftsbilder zu entwickeln, Ambivalenzen zu klären und Ressourcen zu aktivieren, ohne Komplexität vorschnell zu reduzieren.
„Nicht das Modell verändert Organisationen, sondern die Qualität der Gespräche, die darin geführt werden.“
(Wewezow, Küchler & Zimmermann, 2026
„Wenn die Hütte brennt: Was Change wirklich ist und wie man es lernen kann“)
Unsere drei zentralen Verbesserungsimpulse
Zielgruppe und Einbettung in einen professionellen Coachingprozess klarer ausweisen
Das Buch bietet viel Freiheit und eine große Methodenvielfalt. Gerade weniger erfahrene Leser:innen könnten jedoch zusätzliche Orientierung dazu gebrauchen, wie das S.E.X.Y.-Format in einen vollständigen Coachingprozess eingebettet werden kann. Ein exemplarischer Prozessverlauf könnte zeigen, wie Anliegen- und Auftragsklärung vorausgehen, an welchen Stellen die vier Aspekte anschlussfähig sind und wie flexibel zwischen S, E, X und Y gewechselt werden kann. So bliebe die Offenheit des Ansatzes erhalten und würde zugleich durch eine praxistaugliche Leitplanke ergänzt.
Die Reflexionsfragen durch Workbook- und digitale Transfermöglichkeiten ergänzen
Die vielen Fragen des Buches regen zum Nachdenken an. Ihre nachhaltige Wirkung könnte durch konkrete Schreib- und Transferimpulse weiter gestärkt werden: etwa durch Felder für persönliche Kernerkenntnisse, attraktive Zielbilder, Hindernisse, Ressourcen und nächste Schritte. Ergänzend wäre eine digital oder KI-gestützt nutzbare Reflexionsstruktur denkbar, die Erkenntnisse über längere Zeit verfügbar hält und iterative Weiterarbeit ermöglicht. Dabei darf klar erkennbar bleiben, dass digitale Selbstreflexion ein professionelles menschliches Gegenüber unterstützen, jedoch nicht vollständig ersetzen kann.
Wissenschaftliche Grundlagen und Entstehungsgeschichte kompakt transparenter machen
Eine kurze theoretische Verortung könnte die Anschlussfähigkeit des Buches an Hochschulen, Bibliotheken und professionelle Ausbildungen erhöhen. Hilfreich wäre eine übersichtliche Darstellung der konstruktivistischen, systemischen, lösungsfokussierten und weiteren integrativen Grundlagen sowie der Herkunft zentraler Methoden. Damit verbunden könnte Tom persönlicher sichtbar machen, wie sein syntegrativer Ansatz entstanden ist, welche Begegnungen und Erfahrungen ihn geprägt haben und wie er theoretische Impulse mit eigenem Praxiswissen verbunden hat. Diese Ergänzung darf kompakt bleiben, damit die besondere Leichtigkeit, direkte Sprache und gute Lesbarkeit des Buches vollständig erhalten bleiben.
Auf den Punkt gebracht: mehr Orientierung für die Anwendung, mehr Unterstützung für den Transfer, mehr Transparenz über Fundament und Entstehung bei konsequenter Bewahrung der mutigen, nahbaren Sprache.
Drei Fragen an die Leser:innen
- Welche Veränderung fühlt sich für Dich bedeutsam und zugleich tragfähig an?
- Welche inneren, sozialen oder organisationalen Muster geben dem bisherigen Zustand Stabilität?
- Welcher nächste Schritt kann emotional anziehend und unter Deinen realen Bedingungen umsetzbar sein?
Unser Fazit und Dank
Die besondere Stärke von „Veränderung darf S.E.X.Y. sein!“ liegt für uns in einem emotional, körperlich und systemisch anschlussfähigen Reflexionsraum. Das Format kann Dich dabei unterstützen, genauer wahrzunehmen, was Du fühlst, denkst, willst und tatsächlich tust. Seine Wirkung kann besonders dort wachsen, wo die Metaphorik passend übersetzt, Selbstverantwortung kontextsensibel gerahmt und der Methodenreichtum fachlich begründet genutzt wird. Wir empfehlen das Buch allen Menschen, die persönliche oder organisationale Veränderung differenziert erkunden möchten.
Lieber Tom, Dein Buch hat uns weit über die Lektüre hinaus begleitet. Es hat Fragen ausgelöst, Fallanalysen strukturiert und persönliche Lernbewegungen ermöglicht.
Lieber Christian, Deine Erfahrung, Deine Klarheit und Dein realistischer Blick auf Veränderung in Unternehmen haben die Prüfungsaufgabe und diese Rezension wesentlich bereichert. Als Mitdenker hast Du dazu beigetragen, wissenschaftliche Anforderungen mit realistischen Bedingungen, begrenzten Ressourcen und konkreter Umsetzbarkeit zu verbinden.
Liebes Team von Vandenhoeck & Ruprecht, wir danken Euch herzlich dafür, dass Ihr den Studierenden und mir das vollständige Buch für die Lehre kostenneutral als PDF zur Verfügung gestellt habt. Dadurch konnte die gesamte Gruppe mit derselben Textgrundlage arbeiten und aus der Lektüre einen gemeinsamen wissenschaftlichen und praxisnahen Reflexionsprozess entwickeln.
Liebe Studierende, Eure Fallfragen, Perspektiven und kritischen Rückmeldungen haben aus der Arbeit mit dem Buch einen lebendigen gemeinsamen Lernprozess gemacht.
Literatur- und Quellenverzeichnis
Berger, H. (2026). Veränderung kann S.E.X.Y. sein [Unveröffentlichte Fallstudie im Studiengang Soziale Arbeit, Management & Coaching, Internationale Berufsakademie (iba), Studienort Heidelberg].
Internationale Berufsakademie (iba) (2024). Modulbeschreibung 310060 „Coaching in Veränderungsprozessen“. Bachelorstudiengang „Soziale Arbeit, Management & Coaching“. Stand: März 2024. Internes Modulhandbuch.
Keitel, L. (2026). Coaching in Veränderungsprozessen: Veränderung kann S.E.X.Y. sein [Unveröffentlichte Fallstudie im Studiengang Soziale Arbeit, Management & Coaching, Internationale Berufsakademie (iba), Studienort Heidelberg].
Küchler, T. (2025). Veränderung darf S.E.X.Y. sein! Systemisch-integratives (Selbst-)Management (2., überarbeitete Aufl.). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Ogel, V. (2026). Reale Praxisbedingungen: Wenn die Hütte brennt: Was Change wirklich ist – und wie man es lernen kann [Unveröffentlichte Fallstudie im Studiengang Soziale Arbeit, Management & Coaching, Internationale Berufsakademie (iba) Studienort Heidelberg].
Wewezow, C., Küchler, T. & Zimmermann, M. (2026). Wenn die Hütte brennt: Was Change wirklich ist und wie man es lernen kann. Kolumnebeitrag. Heidelberg: Zentrum für interdisziplinäres Coaching.
Zimmermann, M. (2026a). Fallstudie Coaching in Veränderungsprozessen (S310061): Prüfungsaufgabenbeschreibung. Stand: 22.04.2026. Internes, unveröffentlichtes Lehr- und Prüfungsdokument der iba | Internationale Berufsakademie, Studienort Heidelberg.
Zimmermann, M. (2026b). Bewertungsbogen zu einer anonymisierten studentischen Fallstudie im Modul „Coaching in Veränderungsprozessen“. Internes, unveröffentlichtes Prüfungs- und Bewertungsdokument der iba | Internationale Berufsakademie, Studienort Heidelberg.
Zimmermann, M. (2026c). Gesprächsprotokoll der Arbeitssitzung zur gemeinsamen Rezension von „Veränderung darf S.E.X.Y. sein!“. 24.07.2026. Internes Arbeitsdokument des Zentrums für interdisziplinäres Coaching.
Autor:innenhinweise
Prof. Dr. Moni Zimmermann ist Professorin an der iba und verantwortet das Modul „Coaching in Veränderungsprozessen“ sowie die Prüfungsaufgabe im Studiengang Soziale Arbeit, Management & Coaching.
Hannah Berger, Sabrina Camilotti, Lea Keitel, Violetta Ogel, Antonia Grossmann und Beryvan Othman Ali studieren „Soziale Arbeit, Management & Coaching“ an der iba in Heidelberg. Sie wirkten als Co-Autor:innen mit ihren individuellen Anwendungs-, Prüfungs- und Lernerfahrungen an der konstruktiv-kritischen Auseinandersetzung mit.
Im Einzelnen:
Monika Zimmermann, Prof. Dr.; Diplom-Erziehungswissenschaftlerin; Pädagogin; Professorin an der Internationalen Berufsakademie im Studiengang Soziale Arbeit, Management & Coaching; Personal und Business Coach; Systemische Beraterin/Therapeutin (Internationale Gesellschaft für systemische Therapie – igst); Senior Coach, Sachverständige, Gutachterin und Mitglied im Fachausschuss Forschung im Deutschen Bundesverband Coaching e.V. (DBVC); Educational Provider for Business Coaching und Scientific Coaching Expert der International Organization for Business Coaching e.V. (IOBC); Lehr-Coach und zertifizierter Coaching-Weiterbildungsanbieter (DBVC und IOBC); Inhaberin des Zentrums für interdisziplinäres Coaching; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Oskar-Patzelt-Stiftung (Großer Preis des Mittelstands).
Hannah Berger studiert „Soziale Arbeit, Management & Coaching“ an der iba in Heidelberg. Sie verfügt über mehrjährige Berufserfahrung als Erzieherin, stellvertretende Kita-Leiterin und Ausbilderin. Als Co-Autorin bringt sie die Erkenntnisse aus ihrer Fallstudie zu einem persönlichen Veränderungsprozess in die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung ein.
Sabrina Camilotti hat nach ihrem Abitur den Studiengang „Soziale Arbeit, Management und Coaching“ an der IBA Heidelberg begonnen und arbeitet zurzeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in einer Tagesgruppe. Im Rahmen des Moduls „Coaching in Veränderungsprozessen“ hat sie sich mit einem persönlichen Veränderungsprozess auseinandergesetzt und diesen in der Fallstudie bearbeitet.
Lea Keitel studiert seit 2024 dual “Soziale Arbeit, Management und Coaching an der iba in Heidelberg und ist neben ihrer Tätigkeit im Bereich Schulsozialarbeit und frühe Kindheit an der Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule f. chr. Päd. Mannheim e.V. ehrenamtlich im Kids Ministry tätig. Als Mitwirkende an der vorliegenden Buchrezension untersuchte sie im Rahmen einer Fallstudie, wie die Coaching-Methode nach Küchler (2025) dabei unterstützen kann, eine professionelle Identität zu entwickeln und diese im beruflichen Alltag authentisch und handlungswirksam zu vertreten.
Violetta Ogel studiert seit 2024 dual „Soziale Arbeit, Management und Coaching“ an der iba Heidelberg. Neben ihrer Tätigkeit im Naturkindergarten SpielWald Rastatt ist sie Gründerin und Leiterin des Pilatesstudios ViMove. Im Modul „Coaching in Veränderungsprozessen“ analysierte sie in ihrer Fallstudie einen Veränderungsprozess im eigenen Unternehmen und beschäftigte sich damit, wie eine Mitarbeiterin schrittweise zu mehr Selbstständigkeit und Sicherheit in der Planung und Durchführung ihrer Kurse begleitet werden kann.
Antonia Grossmann studiert seit April 2024 dual „Soziale Arbeit, Management und Coaching“ an der internationalen Berufsakademie (iba) in Heidelberg. Tätig ist sie in der Familienhilfe. Im Modul „Coaching in Veränderungsprozessen“ war sie Mitwirkende an der vorliegenden Buchrezension im Rahmen der fallstudienbasierten Lehrveranstaltung.
Beryvan Othman Ali hat im Jahr 2024 das duale Studium „Soziale Arbeit, Management und Coaching“ an der iba Heidelberg begonnen und arbeitet derzeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe in der stationären Jugendhilfe mit unbegleiteten minderjährigen Ausländern (UMA) sowie in der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Im Modul „Coaching in Veränderungsprozessen“ entwickelte sie eine Fallstudie, in der sie einen Veränderungsprozess analysierte und die gewonnenen Erkenntnisse wissenschaftlich einordnete.
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