August 2026

**Alternativtext:** Illustration eines großen Elefanten, der von fünf blinden Menschen aus unterschiedlichen Positionen ertastet wird. Jede Person nimmt etwas anderes wahr; in Gedankenblasen erscheinen dazu Symbole wie Baumstamm, Säule, Blatt, Mauer und Seil. Links oben steht in einer großen Sprechblase: „Probleme entstehen im Zusammenspiel von Perspektive, Bewertung und Kontext.“ Das Bild veranschaulicht, dass Wirklichkeit und Probleme je nach Blickwinkel unterschiedlich verstanden werden. Unten rechts steht der Copyright-Hinweis von Prof. Dr. Monika Zimmermann / Zentrum für interdisziplinäres Coaching.

Was wir ein Problem nennen …

Warum professionelle Coachinghaltung mit dem Problemverständnis beginnt Inhalt 1. Wenn ein Problem ins Coaching kommt2. Der Elefant im Raum: Warum jedes Problem mehrere Seiten hat3. Was versteht wer unter einem Problem?3.1 Die Soziale Arbeit fragt nach Kontext und Beteiligten3.2 Die lösungsorientierte Perspektive fragt nach Ausnahmen und Möglichkeiten3.3 Die psychodynamische Perspektive fragt nach Bedeutung und Funktion3.4 […]

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Infografik mit dem Titel **„Die Kraft der positiven Unterstellung“**. In der Mitte blickt eine Frau mit einem Fernrohr nach rechts in eine helle Landschaft mit Meer, Blumenweg und Leuchtturm. Links symbolisieren graue Wolken und ein Abgrund eine problemorientierte Haltung: Urteile engen ein, Ressourcen werden übersehen, Druck und Abhängigkeit entstehen – mögliche Folgen sind Widerstand, Rückzug, Frust und Stillstand. Rechts steht die positive Unterstellung für einen ressourcenorientierten Blick auf Menschen, Stärken und Möglichkeiten sowie für Sicherheit, Autonomie und Selbstwirksamkeit – mit Motivation, Vertrauen, Entfaltung und Entwicklung als möglichen Ergebnissen. Kernaussage: Positive Unterstellung bedeutet, hinter jedem Verhalten einen sinnvollen Grund, ein Bedürfnis oder eine wertvolle Absicht anzunehmen. Leitgedanke: „Meine Haltung bestimmt meinen Blick. Mein Blick bestimmt deine Möglichkeiten.“

Die Kraft der positiven Unterstellung

Konstruktivistisch zugespitzt lautet meine Überzeugung: Wir können nicht nicht werten. Wahrnehmung bedeutet Auswahl, Deutung und Bedeutungsgebung. Auch ein professioneller Blick bleibt ein Blick aus einer bestimmten Perspektive. Und in Beziehung ist uns das Gegen-über, sein Verhalten und dessen Wirkung auch nicht wirklich egal. Deshalb interessiert mich weniger die Vorstellung einer vollständig wertfreien Begegnung als die Frage: Für welche erste Bewertung entscheide ich mich? Meine Antwort darauf ist die buchstäblich entscheidende Kraft der positiven Unterstellung.

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Seufert Zimmermann Rezension Eidenschink

Rezension zu Klaus Eidenschink: Die Kunst des Konflikts

Klaus Eidenschink legt mit Die Kunst des Konflikts ein Werk vor, das sich mit großem theoretischem Anspruch der Frage widmet, wie Konflikte entstehen, sich selbst erhalten, verstärken und in sozialen Systemen wirksam werden. Sein Buch ist brillant formuliert, intellektuell geschliffen und mit einer Klarheit komponiert, die der systemtheoretischen Tradition alle Ehre macht. Und doch entfaltet sich für uns beim Lesen – und erst recht beim reflektierenden Gespräch darüber – eine Spannung, die den Kern dieser Rezension ausmacht: das Gefälle zwischen theoretischer Brillanz und praktischer Handhabbarkeit.

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