Infografik mit dem Titel **„Die Kraft der positiven Unterstellung“**. In der Mitte blickt eine Frau mit einem Fernrohr nach rechts in eine helle Landschaft mit Meer, Blumenweg und Leuchtturm. Links symbolisieren graue Wolken und ein Abgrund eine problemorientierte Haltung: Urteile engen ein, Ressourcen werden übersehen, Druck und Abhängigkeit entstehen – mögliche Folgen sind Widerstand, Rückzug, Frust und Stillstand. Rechts steht die positive Unterstellung für einen ressourcenorientierten Blick auf Menschen, Stärken und Möglichkeiten sowie für Sicherheit, Autonomie und Selbstwirksamkeit – mit Motivation, Vertrauen, Entfaltung und Entwicklung als möglichen Ergebnissen. Kernaussage: Positive Unterstellung bedeutet, hinter jedem Verhalten einen sinnvollen Grund, ein Bedürfnis oder eine wertvolle Absicht anzunehmen. Leitgedanke: „Meine Haltung bestimmt meinen Blick. Mein Blick bestimmt deine Möglichkeiten.“

Die Kraft der positiven Unterstellung

Konstruktivistisch zugespitzt lautet meine Überzeugung: Wir können nicht nicht werten. Wahrnehmung bedeutet Auswahl, Deutung und Bedeutungsgebung. Auch ein professioneller Blick bleibt ein Blick aus einer bestimmten Perspektive. Und in Beziehung ist uns das Gegen-über, sein Verhalten und dessen Wirkung auch nicht wirklich egal. Deshalb interessiert mich weniger die Vorstellung einer vollständig wertfreien Begegnung als die Frage: Für welche erste Bewertung entscheide ich mich? Meine Antwort darauf ist die buchstäblich entscheidende Kraft der positiven Unterstellung.

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