Die Kraft der positiven Unterstellung
Konstruktivistisch zugespitzt lautet meine Überzeugung: Wir können nicht nicht werten. Wahrnehmung bedeutet Auswahl, Deutung und Bedeutungsgebung. Auch ein professioneller Blick bleibt ein Blick aus einer bestimmten Perspektive. Und in Beziehung ist uns das Gegen-über, sein Verhalten und dessen Wirkung auch nicht wirklich egal. Deshalb interessiert mich weniger die Vorstellung einer vollständig wertfreien Begegnung als die Frage: Für welche erste Bewertung entscheide ich mich? Meine Antwort darauf ist die buchstäblich entscheidende Kraft der positiven Unterstellung.
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