TÜV AUSTRIA Zertifizierung

Professionelle Coaching-Kompetenz sichtbar machen

Mit der Personenzertifizierung machst du deine Kompetenz als Coach offiziell sichtbar. Unabhängig geprüft, international anerkannt und gemeinsam mit dem TÜV AUSTRIA umgesetzt, stärkt sie Vertrauen, Professionalität und deine Positionierung nach außen. Prof. Dr. Monika Zimmermann und das Zentrum für interdisziplinäres Coaching sind ab sofort Zertifizierungspartner der TÜV AUSTRIA GmbH.

Inhaltsverzeichnis

Qualität, die bereits im System verankert ist

Die Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 trifft bei uns auf beste Voraussetzungen: Qualitätssicherung ist im Zentrum für interdisziplinäres Coaching seit Jahren fest in den Strukturen und Prozessen verankert.

Als AZAV-zertifizierter Bildungsträger verfügen wir sowohl über eine AZAV-Träger- als auch Maßnahmenzertifizierung. Damit verbunden sind ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem, etablierte Evaluations- und Dokumentationspflichten sowie jährliche externe Überwachungsaudits, in denen unsere Strukturen, Prozesse und Qualitätsstandards regelmäßig überprüft werden. Qualität wird bei uns damit systematisch geplant, dokumentiert, evaluiert und kontinuierlich weiterentwickelt. Hinzu kommen die Anerkennungen unserer Coaching-Ausbildung durch DBVC und IOBC, die weitere fachliche und professionelle Qualitätsstandards voraussetzen.

Logo des Deutschen Bundesverbands Coaching e. V.
Logo der International Organization for Business Coaching
Certuria Trägerzulassung
Certuria Maßnahmezulassung

Die Zusammenarbeit mit TÜV AUSTRIA und die Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 setzen deshalb auf einer bereits gewachsenen Qualitätsarchitektur auf: Ausbildungsqualität, institutionelles Qualitätsmanagement, externe Qualitätssicherung und die unabhängige Prüfung der persönlichen Coaching-Kompetenz greifen ineinander.

Für Dich bedeutet das: Du absolvierst Deine Ausbildung in einem Umfeld, in dem Qualität auf mehreren Ebenen systematisch gesichert und regelmäßig extern überprüft wird – und kannst Deine erworbene Kompetenz anschließend zusätzlich durch einen unabhängigen TÜV-Personenzertifizierungsprozess sichtbar machen.

Die Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 als zusätzliche Option zur Coaching-Ausbildung

Coaching gewinnt zunehmend an gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Menschen, Teams und Organisationen suchen professionelle Begleitung, wenn sie Orientierung brauchen, Entscheidungen klären, Veränderung gestalten oder ihre berufliche Rolle reflektieren möchten. Mit dieser wachsenden Bedeutung steigt zugleich der Anspruch an Qualität, Transparenz und nachvollziehbare Professionalität.

Wenn du dich für eine Coaching-Ausbildung interessierst, stellst du dir vermutlich zentrale Fragen: Woran erkenne ich eine fundierte Ausbildung? Wie kann ich meine Kompetenz später sichtbar machen? Wie positioniere ich mich professionell am Markt? Und wie kann ich gegenüber Klient:innen, Unternehmen, Organisationen oder HR-Abteilungen zeigen, dass meine Qualifikation auf überprüfbaren Standards beruht?

Das Zentrum für interdisziplinäres Coaching bietet deshalb eine zusätzliche Zertifizierungsoption an: die Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 beziehungsweise die ISO 17024 Personenzertifizierung. Sie wird in Zusammenarbeit mit TÜV AUSTRIA umgesetzt und richtet sich an Personen, die ihre Kompetenz als Interdisziplinäre Personal & Business Coach unabhängig überprüfen und sichtbar machen möchten.

Warum Qualitätsnachweise im Coaching-Feld bedeutsam sind

Coaching ist ein vielfältiges Feld. Diese Vielfalt ist wertvoll, weil sie unterschiedliche Zugänge, Perspektiven und Entwicklungswege eröffnet. Zugleich braucht professionelle Coaching-Arbeit klare Qualitätsmaßstäbe. Im deutschsprachigen Raum ist die Berufsbezeichnung „Coach“ ungeschützt. Daher wird es für angehende und tätige Coaches immer wichtiger, die eigene Qualifikation transparent, nachvollziehbar und glaubwürdig zu dokumentieren.

Eine Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 setzt an dieser Stelle an. Sie ermöglicht die unabhängige Zertifizierung beruflicher Kompetenzen durch eine externe Zertifizierungsstelle. Damit entsteht ein objektiver und international vergleichbarer Qualitätsnachweis.

Für Dich bedeutet das: Deine Kompetenz wird anhand definierter Qualitäts- und Prüfstandards überprüft. Dadurch entsteht Orientierung für dich selbst und zugleich Vertrauen bei Menschen und Organisationen, die mit professionell qualifizierten Coaches arbeiten möchten.

Das Zertifikat wird Dir als elektronische Datei und in Papierform übermittelt. Auf Wunsch und gegen Zahlung eines geringen Entgeltes erhältst Du es auch in einer anderen Sprache ausgestellt.

Was die Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 auszeichnet

Eine Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 bestätigt die überprüfte fachliche Kompetenz einer Person. Im Mittelpunkt steht also nicht allein die Teilnahme an einer Ausbildung, sondern die unabhängig geprüfte Kompetenz.

Der Zertifizierung liegt ein Zertifizierungsprogramm zugrunde. Dieses Programm beschreibt zentrale Anforderungen, etwa Lehrinhalte, Ausbildungsdauer, Zugangsvoraussetzungen zur Prüfung, bisherige Berufserfahrung sowie die Qualifikationen von Referent:innen und Prüfer:innen. Damit wird definiert, welche Standards erfüllt sein müssen, damit eine Zertifizierung möglich ist.

In der Praxis heißt das: Du absolvierst eine Ausbildung, die mit dem Standard des Zertifizierungsprogramms konform ist, und legst eine standardisierte Prüfung vor einer Prüfungskommission ab. Dadurch erhält das Zertifikat eine Aussagekraft, die über eine reine Teilnahmebestätigung hinausgeht.

Viele Bildungsnachweise dokumentieren, dass jemand an einer Weiterbildung teilgenommen hat. Die ISO 17024 Personenzertifizierung dokumentiert zusätzlich, dass Kompetenz nach festgelegten Standards überprüft wurde. Das macht sie besonders wertvoll für ein Berufsfeld, in dem Vertrauen, Professionalität und Qualität zentrale Bedeutung haben.

Die Rolle von TÜV AUSTRIA

Das TÜV AUSTRIA Personenzertifikat wird auf Basis der internationalen Norm ISO/IEC 17024 ausgestellt. Es gilt als Gütesiegel für qualifizierte Mitarbeiter:innen und Selbständige und bietet einen objektiven Nachweis der eigenen Kompetenzen.

Für unsere Coaching-Ausbildung bedeutet das: Die zusätzliche Personenzertifizierung wird gemeinsam mit TÜV AUSTRIA umgesetzt. Dadurch kannst du deine Qualifikation mit einem national und international anerkannten Qualitäts- und Kompetenznachweis sichtbar machen.

Warum ISO/IEC 17024 – und was bedeuten DIN EN bzw. ÖVE/ÖNORM?

Die Bezeichnungen ISO/IEC 17024, DIN EN ISO/IEC 17024 und ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17024 beziehen sich auf denselben internationalen Normungszusammenhang, kennzeichnen jedoch unterschiedliche Ebenen bzw. nationale Übernahmen.

ISO/IEC 17024 ist die internationale Norm für Stellen, die Personen zertifizieren. Seit März 2026 liegt sie in der aktuellen Ausgabe ISO/IEC 17024:2026 vor. In Deutschland wurde diese internationale Norm als DIN EN ISO/IEC 17024:2026-07 übernommen. Das Kürzel DIN kennzeichnet dabei die deutsche nationale Normübernahme. In Österreich lautet die nationale Fassung ÖVE/ÖNORM EN ISO/IEC 17024; die aktuelle Ausgabe wurde am 15. Juli 2026 veröffentlicht.

Für unsere Personenzertifizierung ist deshalb die Bezeichnung „Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024“ maßgeblich. Sie entspricht auch der Terminologie von TÜV AUSTRIA. Im offiziellen Zertifikatsmuster heißt es noch präziser, dass die Anforderungen „in einem Verfahren nach ISO/IEC 17024“ nachgewiesen werden. Wir verwenden daher auf unserer Website und künftig auch in unseren Kommunikationsmaterialien konsequent die internationale Bezeichnung ISO/IEC 17024. Auf eine Jahreszahl verzichten wir bei der Bezeichnung unseres konkreten Zertifizierungsverfahrens, weil auch das finale Zertifizierungsprogramm und das Zertifikatsmuster von TÜV AUSTRIA die Norm bewusst ohne Jahresangabe führen.

Damit wird zugleich verständlich, warum ältere Unterlagen von uns teilweise noch die Bezeichnung DIN EN ISO/IEC 17024 enthalten: Diese Bezeichnung ist als deutsche Normbezeichnung grundsätzlich korrekt, bezeichnet jedoch die deutsche nationale Übernahme. Für unser gemeinsam mit der österreichischen TÜV AUSTRIA GmbH umgesetztes Zertifizierungsverfahren ist ISO/IEC 17024 die präzisere und von TÜV AUSTRIA selbst verwendete Bezeichnung.

Welche Vorteile die Zertifizierung für dich bietet

Ein TÜV AUSTRIA Zertifikat nach ISO/IEC 17024 kann dir in deiner beruflichen Entwicklung auf mehreren Ebenen nutzen.

Es schafft Transparenz und Sicherheit im Bildungsfeld. Gerade wenn du Zeit, Energie und finanzielle Ressourcen in deine professionelle Entwicklung investierst, ist ein klarer Qualitätsrahmen wertvoll. Die Zertifizierung zeigt, dass Ausbildung, Prüfung, Prüfer:innen, Referent:innen und Teilnehmende definierten Anforderungen folgen.

Sie macht deine Kompetenz sichtbar. Mit der Personenzertifizierung kannst du zeigen, dass du über fundiertes und aktuelles Wissen verfügst und dieses Wissen anwenden kannst. Das ist besonders wichtig, wenn du dich als Coach am Markt positionieren oder deine Qualifikation innerhalb einer Organisation einbringen möchtest.

Sie stärkt deine professionelle Glaubwürdigkeit. Ein unabhängig überprüfter Kompetenznachweis vermittelt, dass du deine Qualifikation ernst nimmst und bereit bist, sie an transparenten Standards messen zu lassen. Das kann Vertrauen bei Klient:innen, Unternehmen und Auftraggeber:innen schaffen.

Sie kann deine beruflichen Chancen verbessern. Der Coaching-Markt ist groß und eine offiziell anerkannte Personenzertifizierung kann dir helfen, dich sichtbarer zu positionieren und dich dabei unterstützen, deine Qualifikation überzeugend darzustellen.

Sie bietet nationale und internationale Anschlussfähigkeit. Ein TÜV AUSTRIA Personenzertifikat nach ISO/IEC 17024 ist national und international anerkannt. Damit erhältst du einen Qualitäts- und Kompetenznachweis, der über den unmittelbaren Ausbildungskontext hinaus verständlich und anschlussfähig ist.

Das ist der Weg zur Personenzertifizierung

Zertifizierungsprogramm Interdisziplinäre:r Personal & Business Coach nach ISO/IEC 17024
Zertifizierungsprogramm Interdisziplinäre:r Personal & Business Coach nach ISO/IEC 17024

Das aktuelle Zertifizierungsprogramm Interdisziplinäre:r Personal & Business Coach nach ISO/IEC 17024 gibt Dir detaillierte Auskünfte zum Zertifizierungsverfahren. Es steht ebenfalls in einer Kurzbeschreibung zur Verfügung, um einen schnellen Überblick zu gewinnen.

WICHTIG: Das gesamte Zertifizierungsverfahren, insbesondere die Prüfung wie auch die Prüfungsentscheidung obliegen der TÜV AUSTRIA GMBH.

Aktualität durch Weiterbildung und Praxisnachweise

Professionelle Kompetenz entwickelt sich weiter. Coaching bleibt lebendig, weil Menschen, Organisationen und gesellschaftliche Bedingungen sich verändern. Deshalb ist es bedeutsam, dass Qualität nicht nur einmal festgestellt, sondern regelmäßig bestätigt wird.

Die gleichbleibende Qualität der TÜV AUSTRIA Zertifizierungsprogramme wird durch Begutachtung, Überwachung und periodische Wiederbegutachtung der Kompetenz zertifizierter Personen gesichert. Für eine erneute Zertifizierung sind Weiterbildung und Praxisnachweise erforderlich.

Für dich als Coach bedeutet das: Du zeigst, dass du deine Kompetenz kontinuierlich weiterentwickelst und fachlich aktuell bleibst. Damit wird Professionalität als laufender Entwicklungsprozess sichtbar.

Warum diese Zertifizierung zu unserer Coaching-Ausbildung passt

Die Coaching-Ausbildung des Zentrums für interdisziplinäres Coaching ist wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär ausgerichtet und schulenübergreifend konzipiert. Die zusätzliche Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 passt sehr gut zu diesem Profil, weil sie Kompetenz transparent macht und durch eine unabhängige Prüfung ergänzt. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Coaching-Ausbildung erfüllst Du bereits sämtliche Zulassungsvoraussetzungen für die Personenzertifizierung!

Interdisziplinär bedeutet für uns, dass Coaching-Kompetenz aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven heraus verstanden und entwickelt wird. Schulenübergreifend bedeutet, dass du Coaching nicht als starres Verfahren kennenlernst, sondern als professionelles Handeln, das fundiert, reflektiert und kontextsensibel gestaltet wird.

Die Personenzertifizierung erweitert diesen Ausbildungsweg um einen zusätzlichen Qualitätsnachweis. Du absolvierst eine fundierte Coaching-Ausbildung und kannst deine erworbene Kompetenz zusätzlich unabhängig überprüfen lassen. Dadurch entsteht eine Verbindung aus fachlicher Entwicklung, professioneller Reflexion und sichtbarer Qualität.

Eine zusätzliche Option für deinen Weg als Coach

Die Personenzertifizierung nach ISO/IEC 17024 ist bei uns eine zusätzliche Option zur Coaching-Ausbildung. Sie kann für dich besonders interessant sein, wenn du deine Qualifikation klar nach außen zeigen und deine professionelle Positionierung stärken möchtest.

Du erhältst einen Kompetenznachweis, der Orientierung bietet, Vertrauen schafft und deine Entwicklung als Coach sichtbar macht. Zugleich unterstützt dich die Zertifizierung dabei, deine Professionalität nicht nur zu behaupten, sondern nachvollziehbar zu dokumentieren.

Wenn du Coaching als verantwortungsvolle berufliche Tätigkeit verstehst, kann diese zusätzliche Zertifizierungsoption ein wichtiger Baustein auf deinem Weg sein.

Du möchtest mehr zum Thema Coaching erfahren und/oder Dich als Coach professionalisieren, um Menschen zu inspirieren?

Dann erfahre hier mehr zu unserem Ausbildungsangebot.
Oder melde Dich direkt für einen unserer kostenlosen Info-Abende zur Coaching-Ausbildung mit Start im Oktober 2026 an. Hier kannst Du das Zentrum sowie Inhalte und didaktisches Konzept der Ausbildung besser kennenlernen.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, all Deine Fragen direkt an die Ausbildungsleitung zu richten. Termine und das Anmeldeformular für den Info-Abend findest Du hier.

Was erwartet Coaches in der Zertifizierungsklausur und was kennzeichnet ihren Anspruch?

Wie ist die Zertifizierungsprüfung aufgebaut?

Die durch die TÜV-Austria GmbH zu vergebene Personenzertifizierung baut auf dem gemeinsam von TÜV und Zentrum erstellten Zertifizierungsprogramm auf. Dieses setzt in fachlicher Hinsicht eine interdisziplinäre und schulenübergreifende Coaching-Ausbildung mit wissenschaftlich fundierten Coaching-Konzept und reflektierter Fallarbeit voraus, um den Zugang zum Prüfungsverfahren zu eröffnen. Die Klausur ist auf professionelle Coaching-Kompetenz ausgerichtet und ergänzt diese bereits erbrachten Leistungen um eine fokussierte Performanzsituation: Kandidat:innen zeigen in 90 Minuten, wie sie fachliches Wissen auf professionelle Fragestellungen beziehen, Zusammenhänge herausarbeiten und begründete Entscheidungen ableiten. Die offenen Aufgaben sind dafür besonders geeignet, weil sie Denk-, Begründungs- und Lösungsprozesse sichtbar machen. Damit wird nicht nur ein Ergebnis bewertet, sondern auch, wie Wissen fachlich strukturiert und für professionelles Handeln nutzbar gemacht wird (Walzik 2012, S. 22–23).

Was bedeutet „kompetenzorientiert prüfen“?

Kompetenzorientiertes Prüfen richtet den Blick darauf, was Kandidat:innen mit ihrem Wissen tatsächlich tun können. Im Zentrum stehen die verantwortliche Anwendung von Wissen und Fertigkeiten auf fachlich relevante, variable und problemhaltige Situationen. Dies entspricht der Entwicklung weg von einer primären Input- und Reproduktionsorientierung hin zu einer Prüfungskultur, die Anwendung, Transfer und begründetes professionelles Urteilen sichtbar macht (Gallner 2022, S. 19; Guthmann et al. 2024, S. 5). Eine Prüfung muss eine sichtbare Leistung – eine Performanz – hervorrufen, aus der begründete Rückschlüsse auf die zugrunde liegende Kompetenz möglich werden (Walzik 2012, S. 22–23).

Für die Zertifizierungsklausur bedeutet das: Gefragt ist eine nachvollziehbare Verbindung von fachlichem Wissen, interdisziplinärer Einordnung, Reflexion und professioneller Urteilsbildung. Diese Logik folgt zugleich dem Prinzip des Constructive Alignment: Angestrebte Kompetenzen, Lehr-Lern-Prozesse und Prüfungsanforderungen werden kohärent aufeinander bezogen. Für interdisziplinäre Bildungsprozesse gehören dazu das Verstehen unterschiedlicher fachlicher Perspektiven, ihre Integration zur Problemlösung und ihre kritische Reflexion (Braßler 2022, S. 74–77).

Welche Denk- und Urteilsleistungen stehen im Mittelpunkt?

Zur Formulierung und Einordnung der Aufgaben dient die Taxonomie kognitiver Lernziele nach Bloom beziehungsweise Anderson/Krathwohl als didaktischer Referenzrahmen. Für die Zertifizierungsklausur sind vor allem Anforderungen relevant, die über reine Wiedergabe hinausführen: Wissen wird angewendet, ein Fall oder Sachverhalt analysiert, eine professionelle Vorgehensweise bewertet und – je nach Aufgabe – eine begründete Handlungsoption entwickelt (vgl. Sori et al. 2024, S. 10).

Kognitiver Schwerpunkt

Was wird sichtbar?

Typische Operatoren

Anwenden

Wissen auf einen fachlich relevanten Fall oder Sachverhalt beziehen

anwenden, übertragen, zuordnen

Analysieren

Strukturen, Muster, Unterschiede oder Spannungen herausarbeiten

analysieren, vergleichen, unterscheiden

Bewerten

an Kriterien orientiert ein fachlich begründetes Urteil bilden

beurteilen, bewerten, prüfen, Stellung nehmen

Entwickeln

aus der Analyse eine begründete Lösung oder Handlungsoption ableiten

entwickeln, entwerfen, konzipieren, begründen

Tabelle: Für die Zertifizierung besonders relevante kognitive Anforderungen in Anlehnung an Bloom/Anderson-Krathwohl (vgl. Sori et al. 2024, S. 10).

Die Taxonomie beschreibt kognitive Prozesse. Sie ist damit ein Werkzeug zur Gestaltung anspruchsvoller Prüfungsfragen – kein Qualifikationsrahmen und keine Aussage über die formale Einstufung eines Abschlusses.

Wie hilft EQR/DQR 7 bei der Einordnung des Anspruchsniveaus und was bedeutet das ausdrücklich nicht?

Als zusätzliche Orientierung greift die Zertifizierungsklausur ausgewählte fachlich-kognitive Anforderungen in Anlehnung an DQR-Niveau 7 auf: komplexe Problemstellungen analysieren, Alternativen abwägen und begründete professionelle Urteile beziehungsweise Handlungsoptionen entwickeln (BMBF/KMK 2013, S. 60). Der Bezug dient ausschließlich der Beschreibung einzelner Prüfungsanforderungen. Er ist keine formale Zuordnung der Personenzertifizierung zum EQR/DQR, keine Gleichsetzung mit einem Masterabschluss und begründet keine akademische Anerkennung oder Berechtigung.

Was können Kandidat:innen aus dieser Prüfungslogik mitnehmen?

Die Klausur ist als Gelegenheit konzipiert, bereits entwickelte Coaching-Kompetenz sichtbar zu machen. Wer die Ausbildung intensiv durchlaufen, die eigene Fallarbeit reflektiert und ein wissenschaftlich fundiertes Coaching-Konzept entwickelt und fachlich begründet vorgestellt hat, hat zentrale Grundlagen dafür bereits erarbeitet. Entscheidend ist, dieses Wissen in der Prüfung strukturiert auf die jeweilige Frage zu beziehen und die eigene professionelle Position fachlich nachvollziehbar zu begründen.

Welche Literatur liegt der didaktischen Einordnung zugrunde?

BMBF & KMK – Bundesministerium für Bildung und Forschung & Kultusministerkonferenz (2013): Deutscher EQR-Referenzierungsbericht. Verfügbar unter https://www.dqr.de/dqr/shareddocs/downloads/media/content/deutscher_eqr_referenzierungsbericht.html (25.08.2026).

Braßler, M. (2022): Die Prüfung von interdisziplinären Kompetenzen im Rahmen des Prinzips des Constructive Alignments. Zeitschrift für Hochschulentwicklung 17 (1): 69–86. DOI: 10.3217/zfhe-17-01/05.

Gallner, S. (2022): Was Prüfungen leisten sollen: Prüfungen für akademische Kompetenz. Zeitschrift für Hochschulentwicklung 17 (1): 17–33.

Guthmann, J., E. Kardas, J. Moll, D. Thurner u. F. Zahn (2024): Kompetenzorientierte Leistungsbeurteilung. In: Kerres, A. et al. (Hrsg.): Beurteilen in der Pflegeausbildung. Berlin/Heidelberg (Springer), S. 1–22.

Korthagen, F. (1999): Linking Reflection and Technical Competence. The logbook as an instrument in teacher education. European Journal of Teacher Education (22): 191–207.

Korthagen, F. (2002): Schulwirklichkeit und Lehrerbildung: Reflexion der Lehrertätigkeit. Hamburg (EB Verlag).

Sori, Z. M., W. H. W. Mustapha, M. A. M. Mustaffa (2024): Bloom’s Taxonomy for Effective Teaching and Learning. Kuala Lumpur (INCEIF University). Verfügbar unter https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=5114914 (25.08.2026).

Walzik, S. (2012): Kompetenzorientiert prüfen. Leistungsbewertung an der Hochschule in Theorie und Praxis. Opladen (Verlag Barbara Budrich).

Zimmermann, M. (2011): Naturwissenschaftliche Bildung im Kindergarten: Eine integrative Längsschnittstudie zur Kompetenzentwicklung von Erzieherinnen. (Studien zum Physik- und Chemielernen, Bd. 128). Berlin (Logos).