**Alternativtext:** Moni steht in weißem Business-Outfit vor einer weiten Landschaft im warmen Abendlicht. Neben ihr liegt ein geöffneter Methodenkoffer mit Karten, Notizen und Coachingmaterialien. Leuchtende Linien führen vom Koffer über einen in den Boden eingelassenen Kompass entlang eines Weges zu mehreren Menschen im Gespräch. Das Bild symbolisiert die Entwicklung vom Einsatz einzelner Methoden hin zu einer reflektierten, beziehungsorientierten Coachinghaltung.

Coaching lernen heißt Haltung entwickeln

Autoren: Monika Zimmermann, Tobias Jaeger

Eine qualitative Auswertung persönlicher und beruflicher Entwicklungsprozesse

Was verändert sich, wenn Menschen sich über ein Ausbildungsjahr hinweg intensiv mit Coaching, Haltung, Selbstreflexion und professioneller Beziehungsgestaltung auseinandersetzen? 16 Abschluss- und Lernfortschrittsgespräche geben darauf differenzierte Antworten. Die folgende Auswertung macht individuelle Lernfortschritte ebenso sichtbar wie wiederkehrende Entwicklungsmuster über alle Gespräche hinweg.

Worum es in der Auswertung geht

Die vorliegende Auswertung fasst sämtliche verfügbaren Abschluss- und Lernfortschrittsgespräche eines abgeschlossenen Durchgangs unserer interdisziplinären Coaching-Ausbildung (Stichprobe: CA 6 im Ausbildungsjahr 2024/2025) zusammen und analysiert sie entlang einer vorgegebenen Arbeitsanweisung. Die Gespräche sind integriert in die fortlaufende Evaluation unserer Coaching-Ausbildung und Bestandteil des Qualitätsmanagements für die AZAV-Zertifizierungen. Ziel dieser vorliegenden Auswertung ist eine systematische, nachvollziehbare Darstellung individueller Lernfortschritte sowie wiederkehrender Entwicklungsmuster über alle Fälle hinweg.

Die Analyse basiert ausschließlich auf den Aussagen in den Gesprächstranskripten. Persönliche und berufliche Entwicklungen werden getrennt betrachtet. Unklare Aussagen werden nicht aufgelöst. Die fallübergreifende Verdichtung benennt nur Muster, die in mehreren Gesprächen eindeutig wiederkehren. Sie stellt eine qualitative, retrospektive Auswertung subjektiver Selbstauskünfte dar (keine Wirksamkeitsprüfung im experimentellen Sinn). Die fallbezogenen Kurzanalysen und die fallübergreifenden Zuordnungen wurden für diese Fassung erneut mit den jeweiligen Gesprächstranskripten abgeglichen.* Die Auswertungen der individuellen Entwicklungswege folgt dieser Struktur:

  • Ausgangslage und Zielentwicklung
  • Lernfortschritt und aktueller Stand

Für diesen Text wurden sämtliche Namen durch neutrale Fallkennzeichnungen ersetzt. Markante berufliche Kontextangaben wurden dort behutsam verallgemeinert, wo ihre Kombination eine Wiedererkennung begünstigen könnte. Die inhaltlichen Aussagen, Zuordnungen und Bewertungen bleiben dabei vollständig erhalten.

* Zur sprachlichen Überarbeitung und Anonymisierung der Auswertung wurde ChatGPT von OpenAI unter Nutzung des Modells GPT-5.6 Thinking eingesetzt. Das System erhielt die vollständige Ausgangsfassung sowie die Anweisung, personenbezogene und potenziell identifizierende Angaben zu anonymisieren, den Inhalt vollständig zu erhalten und den Text für eine Veröffentlichung als Webkolumne sprachlich aufzubereiten. Die erzeugte Fassung wurde anschließend von den Autor:innen inhaltlich geprüft, überarbeitet und freigegeben. Die Verantwortung für Inhalt, Interpretation und Veröffentlichung liegt vollständig bei den Autor:innen.

Übersicht der Instrumente zur Evaluation der Coaching-Ausbildung im Zentrum für interdisziplinäres Coaching
Übersicht der Instrumente zur formativen und summativen Evaluation und Qualitätssicherung der Coaching-Ausbildung im Zentrum für interdisziplinäres Coaching

16 individuelle Entwicklungswege

Entwicklungsweg A

Ausgangslage und Zielentwicklung: Zu Beginn standen das Verlassen äußerer Zuschreibungen, die Rückgewinnung eigener Ausdrucksmöglichkeiten und der Erwerb eines Methodenschatzes im Vordergrund. Im Verlauf verschob sich der Schwerpunkt deutlich auf die eigene innere Entwicklung. Beruflich konkretisierte sich das Interesse weg vom ausschließlichen Einzelcoaching hin zu Training, konzeptioneller Arbeit und philosophischer Reflexion.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt sich als sicherer, stabiler und stärker bei sich selbst. Die Veränderung sei schrittweise und nicht als einzelner Durchbruch erfolgt. Die Ausbildung wird als wesentlicher Impulsgeber für Perspektivenerweiterung und fortlaufende Reflexion gesehen. Die berufliche Ausgestaltung bleibt offen; zugleich entstanden eigeninitiierte Projekte und Netzwerkaktivitäten.

Entwicklungsweg B

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die ursprünglichen Ziele betrafen Lebendigkeit, Präsenz, Selbstwert, Selbstwirksamkeit und einen selbstbewussteren Ausdruck. Diese Ziele blieben bestehen und wurden im Verlauf um Selbstfürsorge und bewusstere Abgrenzung konkretisiert.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person sieht sich den eigenen Zielen deutlich näher, erlebt den aktuellen Stand jedoch als belastende Umbruchphase. Mehr Selbstfürsorge und Grenzsetzung führen zu Veränderungen im privaten Umfeld, die nicht durchgängig positiv aufgenommen werden. Berufliche und private Perspektiven befinden sich in Neuordnung. Die Ausbildung wird als starker Auslöser und als Quelle von Methoden und Reflexionsmöglichkeiten beschrieben.

Entwicklungsweg C

Ausgangslage und Zielentwicklung: Ausgangspunkt waren das bessere Verständnis eigener Motivations- und Verhaltensmuster sowie die Entwicklung eines praxisnahen Zugangs zu gesundheitsbezogenen Themen in Organisationen, psychischer Gesundheit und Resilienz. Die Ziele blieben bestehen; zugleich klärte sich die berufliche Rolle.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Persönlich beschreibt die Person vertiefte Gespräche, eine stärkere emotionale Öffnung und veränderte Kommunikation in der Partnerschaft. Beruflich sieht sie sich nicht primär in einer praktizierenden Coachingrolle, sondern als verbindenden Knotenpunkt zwischen Beratenden, Coaches und Organisationen. Die Umsetzung im Arbeitsalltag war während der Ausbildung zeitlich begrenzt, erste fachliche Impulse fließen jedoch bereits in Gespräche ein.

Entwicklungsweg D

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die Person wollte mehr innere Ruhe, Gelassenheit und eine stabile, geduldige Haltung entwickeln. Ergänzend entstanden zwei berufliche Perspektiven: niedrigschwellige Impulse im bestehenden Arbeitskontext und ein organisch wachsendes Coaching-Spielbein.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt einen deutlichen Meilenstein, ohne sich am Ziel angekommen zu sehen. Die wissenschaftliche Fundierung stärkt das Vertrauen in eigene Erkenntnisse. Veränderungen zeigen sich besonders in alltäglicher Kommunikation, wertschätzender Haltung und bewusster Konfliktbearbeitung. Berufliche Umsetzungsschritte sind vorbereitet, teilweise jedoch noch nicht realisiert.

Entwicklungsweg E

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die Ziele umfassten die Professionalisierung eines internen Beratungs- und Entwicklungsangebots, den Ausbau des Leistungsportfolios sowie die Bearbeitung von Selbstzurücknahme, Perfektionismus und Prokrastination. Aus dem anfänglichen Wunsch nach einem Methodenkoffer entwickelte sich ein stärker haltungsorientiertes Coachingverständnis.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person berichtet über mehr Sicherheit im Umgang mit Nichtwissen, klarere Grenzsetzung, veränderte Kommunikation und eine sichtbar stärkere Präsenz. Beruflich werden Coachingelemente in Beratung, Workshops und organisationsbezogenen Veränderungskontexten genutzt, auch wenn ein formales Coachingangebot im Unternehmen begrenzt ist. Die Veränderungen werden sehr deutlich der Ausbildung zugeschrieben.

Entwicklungsweg F

Ausgangslage und Zielentwicklung: Zu Beginn stand der Wunsch, die eigene Kraft nicht ausschließlich aus Kampf und Widerstand, sondern aus innerer Balance und Selbsterkenntnis zu beziehen. Im Verlauf erweiterten sich die Ziele um kommunikative Sicherheit, berufliche Eigenständigkeit und eine stärkere Selbstanbindung.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt eine intensive Selbstauseinandersetzung, mehr Selbstwahrnehmung, stärkeren Selbstausdruck und eine weichere Kommunikation in Familie und Beruf. Menschen im beruflichen Kontakt nähmen sie zugänglicher wahr; Gespräche erhielten in ihrer Arbeit mehr Raum. Gleichzeitig benennt sie Grenzsetzung gegenüber vereinnahmenden Personen als fortbestehendes Entwicklungsfeld.

Entwicklungsweg G

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die Person wollte die eigene methodische Schatz- und Werkzeugkiste erweitern, um als Coach wirksamer tätig zu werden. Die Grundziele blieben bestehen, der selbstgesetzte Umsetzungsdruck nahm jedoch ab und persönliche Entwicklung gewann an Gewicht.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt sich als ein Stück weiter, geerdeter und selbstsicherer. Das erworbene Wissen wird zunächst intensiv auf die eigene Lebenssituation bezogen. Erste Coachings werden mit größerer Sicherheit angegangen, während eine umfassende berufliche Ausrichtung noch nicht vollzogen ist. Die Ausbildung wird als substanzieller positiver Beitrag, jedoch nicht als alleinige Ursache aller Veränderungen beschrieben.

Diese Unternehmen, Organisationen und Institutionen vertrauen unseren Kompetenzen
und investieren in die Weiterbildung ihrer Beschäftigten am Zentrum für interdisziplinäres Coaching.

Entwicklungsweg H

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die Person wollte Menschen lösungsorientiert begleiten, das eigene Coachingverständnis schärfen und eine stimmige Haltung entwickeln. Diese Ziele blieben stabil. Neu verstärkte sich das Interesse am Einzelcoaching und an Tätigkeiten außerhalb des bisherigen Team- und Organisationskontextes.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person erlebt sich innerlich stärker in der eigenen Mitte, kennt eigene Stärken klarer und kann intuitive Vorgehensweisen wissenschaftlich fundierter erklären. In Teams beobachtet sie Prozesse bewusster, nutzt häufiger die Metaebene und nimmt den eigenen Körper in Gruppensituationen stärker wahr. Die Ausbildung wird als wesentliche Ursache dieser Professionalisierung und inneren Sicherheit benannt.

Entwicklungsweg I

Ausgangslage und Zielentwicklung: Ausgangsziele waren Ressourcenaktivierung, innere Stabilität, Kraft, Klarheit und die Bearbeitung hinderlicher Glaubenssätze. Die Ziele blieben bestehen, wurden jedoch durch die Themen Grenzsetzung, Selbstwert, Akzeptanz und Perspektivabhängigkeit neu gewichtet.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt mehr Gelassenheit, weniger impulsive Reaktionen und einen bewussteren Umgang mit Kritik und Konflikten. Die Fähigkeit, äußere Ereignisse nicht unmittelbar auf sich zu beziehen, erleichtert Abgrenzung und Deeskalation. Die Ausbildung wird als Hauptanstoß für die geschärfte Selbstwahrnehmung und das veränderte Handeln gesehen.

Entwicklungsweg J

Ausgangslage und Zielentwicklung: Ziel war die Verbindung bestehender Fach- und Projektmanagementkompetenzen mit fundierten Coachingkompetenzen für Führung und Veränderung. Die Zielrichtung blieb stabil; das Verständnis erweiterte sich vom Methodenkoffer hin zur Bedeutung von Haltung, Menschenbild und Werten.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt mehr innere Ruhe, Orientierung und einen tragfähigen Kompass für Entscheidungen. Lösungsorientierte Fragen und Meta-Perspektiven werden im Alltag wahrgenommen und positiv gespiegelt. Die grundlegenden Ziele werden als sehr gut erfüllt beschrieben; die Person zeigt sich mit dem Erreichten sehr zufrieden. Beruflich bleibt die Verbindung des eigenen Fachgebiets mit Führung und Veränderung eine zentrale Schnittstelle.

Entwicklungsweg K

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die Person wollte sich von der Rolle der dauerhaften Problemlöserin lösen und wieder mehr Leichtigkeit, Spielfreude und emotionale Verbundenheit entwickeln. Gleichzeitig diente die Ausbildung als Reflexionsraum für die berufliche Orientierung.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt einen sehr großen Zuwachs an Reflexionsfähigkeit, Werteklärung und innerer Ruhe. Im privaten Alltag gelingt häufiger ein Innehalten vor impulsiven Reaktionen. Im Beruf nimmt sie eigene Ressourcen und die Ressourcen ihrer Mitarbeitenden bewusster wahr; aus dem Team erhält sie positive Rückmeldungen zur Feedbackkultur, zum Miteinander und dazu, dass sich Mitarbeitende auf menschlicher Ebene gesehen fühlen. Sie befindet sich in einer deutlichen Umbruchphase und sieht die Ausbildung als mitursächlich dafür, diesen Veränderungsprozess einzuleiten.

Entwicklungsweg L

Ausgangslage und Zielentwicklung: Ausgangsziele waren die Befreiung von äußeren Erwartungen, das Finden eines authentischen Platzes und eine herzverbundene Coachinghaltung. Im Verlauf verschob sich die Orientierung von Abgrenzung gegenüber dem Außen hin zu Selbstwirksamkeit, Klarheit und Integration.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt den Entwicklungsstand als weit fortgeschritten, zugleich als Teil lebenslangen Lernens. Im beruflichen Kontext wird die Bedeutung des Selbst und individueller Wirksamkeit in Teams und Organisationen klarer. Nach einer intensiven Veränderungsphase soll sich das Neue nun ruhiger in den Alltag integrieren.

Entwicklungsweg M

Ausgangslage und Zielentwicklung: Ursprünglich ging es um den Erwerb methodischer Ansätze für die Arbeit mit Einzelpersonen und Teams sowie um die Verbindung eines kreativ-konzeptionellen Fachgebiets mit Coaching. Im Verlauf wandelte sich das Verständnis grundlegend: Nicht die Sammlung von Methoden, sondern die eigene Person und Haltung wurden zur zentralen Ressource.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person beschreibt den Übergang von beratender Lösungsvorgabe zu einer coachenden Begleitung, die Räume öffnet und eigene Lösungen des Gegenübers unterstützt. Rückmeldungen aus dem Umfeld bestätigen eine weniger bewertende und stärker spiegelnde Gesprächsführung. Die ursprünglichen, zunächst methodisch gefassten Ziele werden aus ihrer Sicht in veränderter Form und über die reine Methodensammlung hinaus erreicht.

Entwicklungsweg N

Ausgangslage und Zielentwicklung: Die Person wollte wertschätzende Entwicklungsräume schaffen und als Wachstumsbegleiterin tätig sein. Der Kern blieb bestehen, wurde jedoch zur offeneren Reisebegleitung weiterentwickelt. Der berufliche Fokus konkretisierte sich auf Führung und Ressourcenorientierung.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Zentrale Veränderung ist die Verschiebung von Problem- und Ursachenorientierung hin zu Lösungsorientierung. Die beratende Rolle bleibt ein Übungsfeld; die Person arbeitet daran, stärker zuzuhören, Fragen zu stellen und Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Die Veränderung wird sehr deutlich auf die Ausbildung zurückgeführt.

Entwicklungsweg O

Ausgangslage und Zielentwicklung: Zu Beginn standen Potenzialentfaltung, methodische Erweiterung und die wirksame Begleitung von Veränderungsprozessen im Vordergrund. Später kam die innere Orientierung als Voraussetzung für Wirkung hinzu. Zum Abschluss werden beide Zielrichtungen als zusammengehörig beschrieben.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person berichtet über stabilisierte Stärken, mehr Klarheit, geringere Reaktanz und eine veränderte Reihenfolge: zuerst Selbstklärung, danach Begleitung anderer. Gespräche werden wertschätzender und weniger von dem Anspruch bestimmt, sofort Lösungen herzustellen. Die Ausbildung wird als wichtiger Beitrag zu Klarheit und Kommunikation eingeordnet.

Entwicklungsweg P

Ausgangslage und Zielentwicklung: Ziele waren innere Stabilität, Ruhe und Selbstvertrauen bei gleichzeitigem Erhalt einer empathischen und intuitiven Arbeitsweise. Diese Ziele blieben stabil; zum Abschluss steht vor allem die berufliche Integration der Inhalte im Unternehmen an.
Lernfortschritt und aktueller Stand: Die Person erlebt sich als sicherer, selbstbewusster und fachlich sattelfest. Grenzen können leichter gesetzt, Positionen klarer vertreten und Gespräche vertieft geführt werden. Rückmeldungen aus dem beruflichen Umfeld bestätigen diese Entwicklung. Die Ziele werden als erreicht bewertet, während die organisationale Umsetzung als nächster Schritt beschrieben wird.

**Alternativtext:** Moni steht in weißem Business-Outfit vor einer weiten Landschaft im warmen Abendlicht. Neben ihr liegt ein geöffneter Methodenkoffer mit Karten, Notizen und Coachingmaterialien. Leuchtende Linien führen vom Koffer über einen in den Boden eingelassenen Kompass entlang eines Weges zu mehreren Menschen im Gespräch. Das Bild symbolisiert die Entwicklung vom Einsatz einzelner Methoden hin zu einer reflektierten, beziehungsorientierten Coachinghaltung.
Vom Methodenkoffer zur Haltung

Was sich über alle Gespräche hinweg zeigt

Muster 1: Ausgangssituationen und ursprüngliche Zielsetzungen

Die Ausgangsziele verbanden in allen Fällen persönliche und berufliche Anliegen. Beruflich standen der Erwerb von Methoden, die Professionalisierung bestehender Rollen, die Begleitung von Teams oder Einzelpersonen sowie die Verbindung von Coaching mit Führung, Organisationsentwicklung, Gesundheit, Beratung oder unternehmerischen Aufgaben im Vordergrund. Persönlich wurden häufig innere Ruhe, Selbstvertrauen, Klarheit, Authentizität, Lebendigkeit, Selbstwert, Abgrenzung und ein bewussterer Umgang mit eigenen Mustern genannt.

Mehrere Teilnehmende begannen mit einer deutlich instrumentellen Vorstellung von Coaching. Besonders ausdrücklich zeigt sich dies in den Entwicklungswegen A, E, G, J und M, in denen der Wunsch nach Methoden, Werkzeugen oder einem Methodenkoffer benannt wurde. Andere starteten bereits stärker haltungs- oder entwicklungsorientiert, etwa in den Entwicklungswegen N, O, P und L.

Muster 2: Veränderung und Konkretisierung der Ziele

Über alle Fälle hinweg wurden die ursprünglichen Ziele überwiegend beibehalten. Veränderungen erfolgten meist als Erweiterung, Präzisierung oder Neuordnung, nicht als Abkehr von diesen Zielen.

Besonders häufig wurde der Methodenerwerb durch eine stärkere Orientierung an Haltung, Selbstkenntnis und persönlicher Wirksamkeit ergänzt. Die Teilnehmenden beschrieben damit einen Wechsel von der Frage, welche Methode eingesetzt werden kann, hin zu der Frage, aus welcher Haltung und mit welchem Selbstverständnis sie handeln.

Eine zweite wiederkehrende Zielverschiebung betrifft die Reihenfolge von Selbstentwicklung und Wirkung auf andere. In den Entwicklungswegen A, F, G, O, B, I und M rückte die eigene innere Klärung stärker in den Vordergrund. Diese wurde als Voraussetzung dafür beschrieben, andere tragfähig begleiten zu können. In den Entwicklungswegen N, M und E konkretisierte sich zudem der Übergang von beratender Lösungsvorgabe zu coachender Begleitung.

Berufliche Zielsetzungen wurden häufig spezifischer. In Entwicklungsweg C klärte sich die Rolle als verbindender Knotenpunkt statt als praktizierender Coach. In Entwicklungsweg A verlagerte sich der Schwerpunkt in Richtung Training und konzeptionelle Reflexion. In Entwicklungsweg H entwickelte sich ein stärkeres Interesse am Einzelcoaching. Entwicklungsweg N fokussierte Führung. In Entwicklungsweg P richtet sich der nächste Schritt auf die Implementierung im Unternehmen. In den Entwicklungswegen K, B und E blieb die weitere berufliche Ausgestaltung aufgrund aktueller Umbrüche oder organisatorischer Rahmenbedingungen offen.

Hier geht´s zum Podcast „Zum Wachstum inspirieren“ mit Prof. Dr. Monika Zimmermann

Muster 3: Lern- und Entwicklungsprozesse

Die am häufigsten beschriebene Lernform ist Selbstreflexion. Nahezu alle Teilnehmenden berichten von einer differenzierteren Wahrnehmung eigener Werte, Reaktionsmuster, Bedürfnisse, Grenzen oder Rollen. Dieser Prozess wird sowohl als bewusstes Nachdenken als auch als schrittweise, teilweise subtile Integration beschrieben. Wiederholt wird hervorgehoben, dass Entwicklungen nicht auf ein einzelnes Aha-Erlebnis zurückzuführen seien, sondern sich über das Ausbildungsjahr hinweg aufgebaut hätten.

Weiterhin erkennbar ist der Perspektivwechsel. Teilnehmende beschreiben, dass sie Konflikte, Probleme oder Verhalten anderer weniger unmittelbar bewerten und stärker kontextualisieren. In Entwicklungsweg I werden äußere Reaktionen weniger schnell auf die eigene Person bezogen; in den Entwicklungswegen K und H gelingt es häufiger, einen Schritt zurückzutreten; in Entwicklungsweg N richtet sich der Blick stärker auf Lösungen als auf Ursachen; in Entwicklungsweg M wird bewusster auf Positionierung und Lösungsvorgabe verzichtet; in Entwicklungsweg C werden eigene Reaktionsmodi beobachtet; in Entwicklungsweg O erhalten andere mehr Zeit.

Eine weitere Erkenntnis betrifft Selbstregulation und innere Stabilisierung. Mehr Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit oder innere Mitte werden besonders in den Entwicklungswegen A, D, H, I, J, K, L und P beschrieben. In Entwicklungsweg B zeigen sich eine hohe Veränderungsdynamik mit aktueller Belastung. Damit werden Fortschritt und Belastung nicht als Gegensätze dargestellt, sondern als teilweise gleichzeitig auftretende, sich bedingende Bestandteile des Entwicklungsprozesses.

Grenzsetzung und Selbstfürsorge bilden ein weiteres wiederkehrendes Lernfeld. Besonders deutlich wird in den Entwicklungswegen B, E, F, I und P eine größere Fähigkeit (oder Notwendigkeit) benannt, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu vertreten. Die Reaktionen des Umfelds reichen von positiver Bestätigung bis zu Irritation und Konflikt.

Muster 4: Entwicklung im beruflichen Kontext

In allen Gesprächen wird ein beruflicher Bezug hergestellt, jedoch in unterschiedlichem Umsetzungsgrad. Häufig erfolgt der Transfer zunächst über veränderte Kommunikation: mehr Zuhören, lösungsorientierte Fragen, Meta-Kommunikation, wertschätzende Gesprächsführung, größere Sicherheit im Umgang mit Nichtwissen oder ein stärkerer Ressourcenfokus. Dies beschreiben unter anderem die Entwicklungswege D, E, F, H, J, K, M, N und P.

Einige Teilnehmende berichten von konkreten Anwendungen. In Entwicklungsweg E werden Coachingelemente in Beratungs- und Veränderungsformaten genutzt. In Entwicklungsweg F verändern sich Gespräche mit Menschen im beruflichen Kontakt. In Entwicklungsweg H werden Methoden und Meta-Reflexion in Teams eingesetzt. In Entwicklungsweg K werden Ressourcenorientierung und Feedbackkultur auf Führung übertragen. In Entwicklungsweg J wird Coaching mit dem eigenen Fachgebiet und Veränderung verbunden. In Entwicklungsweg C fließen psychologische Erklärungsansätze in Beratungs- und Transformationsgespräche ein. Andere Teilnehmer:innen befanden sich noch in Vorbereitung oder konnten die Inhalte aufgrund zeitlicher, organisationaler oder rechtlicher Bedingungen nur begrenzt einsetzen.

Rückmeldungen aus dem beruflichen Umfeld bestätigen in mehreren Fällen eine wahrnehmbare Veränderung. Genannt werden stärkere Präsenz, größere Sicherheit, wertschätzende Kommunikation, bessere Gesprächsführung, ruhigere Reaktionen und eine klarere Positionierung. In einzelnen Fällen lagen keine eindeutigen Fremdrückmeldungen vor; dort stützt sich die Entwicklungseinschätzung primär auf Selbstbeobachtung.

Zimmermann & Wunder (Hrsg.) Du bist die Methode
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Auch als eBook verfügbar.

„Das Buch bietet einen vielfältigen und dabei sehr differenzierten Überblick über die große Landschaft des Coachings. Besonders wertvoll dabei finde ich, wie überzeugend dargelegt wird, dass alle Methoden, Techniken und ‚tools‘ ihren Wert erst gewinnen durch eine ethisch kongruente Haltung mit tiefem Respekt vor der Einzigartigkeit und Unterschiedlichkeit von Menschen. Mit seiner Offenheit ansteckenden Neugier auch über den ‚Tellerrand des Coachings‘ hinaus und auf die sich in Coachings begegnenden multiplen Perspektiven bietet es einen reichhaltigen Schatz sehr anregender Lernchancen.“ 

Dr. med. Dipl. rer. pol. Gunther Schmidt

„Dieses Buch ist wichtig, weil es eine Sache deutlich macht: Coaching braucht Haltung. Und diese Coaching-Haltung beschränkt sich nicht auf eine Methode, Schule oder Theorie. Sie ist interdisziplinär. Aus meiner Sicht ist das die Grundlage für die Profession Coaching.“

Dr. Christopher Rauen

Grad der Zielerreichung und Ursachenzuschreibung

Die Zielerreichung wird überwiegend als deutlich fortgeschritten beschrieben. Nur wenige Teilnehmende sprechen von vollständiger oder nahezu vollständiger Erreichung; häufiger wird ein Zwischenstand betont. In Entwicklungsweg J werden die Ziele als sehr gut erfüllt, in Entwicklungsweg P als erreicht und in Entwicklungsweg L als weitgehend erreicht beschrieben. Entwicklungsweg M zeigt, dass zunächst methodisch gefasste Ziele in veränderter Form und über die reine Methodensammlung hinaus erreicht wurden. Viele andere formulieren eine deutliche Annäherung bei fortbestehendem und/oder neu definiertem Entwicklungsbedarf.

Die Coaching-Ausbildung wird in der Mehrzahl der Gespräche als wesentlicher oder sehr hoher Einflussfaktor benannt. In Entwicklungsweg E werden die beschriebenen Veränderungen ausschließlich auf die Ausbildung zurückgeführt. In den Entwicklungswegen H, N, K und C wird ihr ein sehr großer Anteil zugeschrieben. In den Entwicklungswegen G und P wird ein deutlicher Beitrag benannt, zugleich jedoch gegenüber anderen Lebens- und Reifungsprozessen abgegrenzt. Diese Zuschreibungen sind subjektive Selbsteinschätzungen unserer Teilnehmer:innen, die eine kausale Wirksamkeitsaussage im engeren wissenschaftlichen Sinn nicht erlauben.

Zentrale Entwicklungsmuster
  • Vom Methodenkoffer zur Haltung: In mindestens fünf Fällen wird ausdrücklich beschrieben, dass die anfängliche Methodenorientierung durch ein Verständnis von Coaching als Haltung, Beziehungsgestaltung oder Verkörperung ergänzt beziehungsweise ersetzt wurde.
  • Von Außensteuerung zu Selbstanbindung: Mehrere Teilnehmende verlagern den Ausgangspunkt von Erwartungen, Problemen oder Bedürfnissen anderer hin zur eigenen Klarheit, Selbstwirksamkeit, Selbstfürsorge und inneren Stabilität.
  • Von Beratung zu Hilfe zur Selbsthilfe: Wiederholt wird die Fähigkeit entwickelt, weniger schnell Lösungen vorzugeben und stattdessen Fragen zu stellen, zu spiegeln, zuzuhören und den Lösungsraum des Gegenübers zu öffnen.
  • Von Reaktivität zu Reflexion: Teilnehmende berichten von mehr Abstand zu unmittelbaren Impulsen, geringerer Konflikteskalation, bewussterer Bewertung und einer stärkeren Meta-Perspektive.
  • Von Intuition zu begründeter Professionalität: Mehrere Personen beschreiben, dass bereits vorhandene intuitive Fähigkeiten durch wissenschaftliche, psychologische oder methodische Fundierung erklärbar und sicherer einsetzbar wurden.
  • Transfer als schrittweiser Prozess: Der berufliche Transfer zeigt sich häufig zunächst in Kommunikations- und Haltungsänderungen. Formale Coachingangebote, neue Rollen oder Selbstständigkeit sind in mehreren Fällen erst in Vorbereitung.
  • Entwicklung als fortlaufender Prozess: Fast durchgängig wird Zielerreichung nicht als Endpunkt, sondern als weiterlaufende Lern- und Integrationsbewegung beschrieben.

🐘 Was ich Euch noch sagen will…
Nach Abschluss der interdisziplinären Coaching-Ausbildung führen wir mit unseren Teilnehmer:innen Einzelgespräche und fragen nach ihren Eindrücken und Erlebnissen während der einjährigen Ausbildung im Zentrum für interdisziplinäres Coaching. Einige Zitate aus diesen Abschlußgesprächen dürfen wir hier wiedergeben.

Was die Teilnehmenden an der Ausbildung besonders wertvoll erleben

Übergreifend positiv bewertet werden die interdisziplinäre, schulenübergreifende Breite, die Verbindung von Theorie, Selbstreflexion und Praxis, die fachliche Kompetenz der Lehrenden, die Materialien sowie die Vielfalt der Gruppe. Die Interdisziplinarität wird besonders in den Entwicklungswegen C, D, E, F, H, J, N und O hervorgehoben. Die Gruppe und der Austausch werden unter anderem in den Entwicklungswegen D, E, F, I, J, K, M und O als bedeutsam beschrieben.

Mehrere Teilnehmende betonen den langfristigen Prozesscharakter der Ausbildung. Wiederholung, Literaturarbeit, Prüfungsleistungen, Coaching-Konzept und fortlaufender Austausch hätten verhindert, dass die Inhalte wie bei punktuellen Seminaren schnell versanden. Das Coaching-Konzept (zentrale Prüfungsleistung zum Zertifikatserwerb) wird als anspruchsvoll, dessen Erstellung zugleich als vertiefend und für die Coach-Werdung entscheidender Prozess erlebt.

Herausgeberband von Prof. Zimmermann „Coaching – zum Wachstum inspirieren“
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„Dieses Buch stellt Coaching in seiner heutigen Vielfalt vor, die sich aus den unterschiedlichen Wurzeln in diversen Disziplinen und Grundorientierungen ergibt. Die übergreifende Leitidee des Wachstums verbindet wirtschaftliche mit menschlicher Entwicklung.

In drei Sektionen werden relevante, unterschiedliche Perspektiven auf Coaching, Beratung und Führung und die einschlägigen Schulen dargestellt.

Die Leser:innen erhalten einen orientierenden Überblick und so die Möglichkeit, den eigenen Professionalisierungsprozess gemäß individuellen Präferenzen und Perspektiven zu intensivieren.“

Prof. Dr. Jürgen Kriz, Universität Osnabrück

Was sich zusammenfassend über den Lern- und Entwicklungsfortschritt sagen lässt

Die 16 Gespräche zeigen insgesamt eine hohe Kontinuität der ursprünglichen Zielrichtungen bei gleichzeitiger Vertiefung und Neuordnung. Die Teilnehmenden geben ihre Ausgangsziele überwiegend nicht auf. Stattdessen werden sie im Laufe der Ausbildung persönlicher, differenzierter und stärker an Haltung und Selbstverständnis gebunden.

Im Zentrum der beschriebenen Lernfortschritte stehen Selbstreflexion, Werteklärung, Selbstwirksamkeit, innere Stabilität, Perspektivwechsel und eine veränderte Beziehungsgestaltung. Methodisches Lernen bleibt relevant, wird jedoch vielfach in ein umfassenderes Verständnis professioneller Coachinghaltung integriert. Besonders deutlich ist die Bewegung von beratender Lösungsvorgabe hin zu einer Begleitung, die Eigenverantwortung und eigene Lösungen des Gegenübers unterstützt.

Der Transfer in den beruflichen Alltag ist in unterschiedlichem Ausmaß sichtbar. In vielen Fällen zeigt er sich bereits in Gesprächsführung, Führung, Teamarbeit, Beratung oder in weiteren professionellen Beziehungskontexten. Formale neue Rollen, Angebote oder selbstständige Tätigkeiten befinden sich häufig noch in Entwicklung. Die befragten Teilnehmer:innen beschreiben den Abschluss daher überwiegend als bedeutsamen Zwischenstand und nicht als Ende ihrer Lernreise.

Aus Sicht der Teilnehmenden hat die Ausbildung einen erheblichen Anteil an diesen Entwicklungen. Für einen wissenschaftlichen Fachbeitrag kann dies als konsistentes Muster subjektiv wahrgenommener Wirkung dargestellt werden. Eine kausale Wirksamkeitsaussage erfordert jedoch zusätzliche Daten, etwa standardisierte Prä-Post-Messungen, Fremdeinschätzungen, Vergleichsgruppen oder längsschnittliche Follow-up-Erhebungen.

Wissenschaftliche Anschlussfähigkeit, Grenzen und Ausblick auf die Verbleibstudie

Die Auswertung eignet sich als qualitative Datenbasis über subjektiv wahrgenommene Lern- und Entwicklungsprozesse in einer interdisziplinären Coaching-Ausbildung. Besonders anschlussfähig sind die wiederkehrenden Themen Haltung, Selbstreflexion, Selbstwirksamkeit, Perspektivwechsel, Transfer und die Verbindung von persönlicher mit professioneller Entwicklung.

Methodisch ist zu berücksichtigen, dass die Daten retrospektive Selbstauskünfte aus Abschlussgesprächen darstellen. Die Impulse des Interviewenden enthalten teilweise Paraphrasen und Deutungsangebote der interviewenden Person, die Antworten beeinflussen können. Die Gespräche unterscheiden sich in Länge, Vertiefung und Schwerpunktsetzung. Zudem fehlen – siehe oben – unabhängige Beobachtungsdaten und standardisierte Erfolgsmaße.

Ausblick

Die Lernfortschrittsauswertung zeigt, was sich während eines Ausbildungsjahres entwickelt. Die derzeit laufende Verbleibsstudie (Zimmermann 2026 in Vorbereitung) erweitert diese Perspektive und fragt danach, was von einer Coaching-Ausbildung im weiteren beruflichen und persönlichen Leben bleibt. Sie untersucht, wie Absolvent:innen Coachingkompetenzen in Führung, Beratung, Training, Organisationsentwicklung oder selbstständiger Tätigkeit nutzen, welche Rollen- und Aufgabenveränderungen entstehen und wie sie ihre persönliche Entwicklung rückblickend einordnen.

Erste Einblicke zeigen, dass sich der Verbleib keineswegs nur daran bemisst, ob jemand anschließend hauptberuflich als Coach arbeitet. Viele Absolvent:innen integrieren eine coachende Haltung in ihre bestehenden Aufgaben. Sie berichten von bewussterem Zuhören, größerem Perspektivenreichtum, klarerer Rollenorientierung, mehr Selbstreflexion und einem stärkeren Vertrauen in die Eigenverantwortung ihres Gegenübers. Methodisches Wissen wird dabei vielfach durch wissenschaftliche Fundierung, Selbsterfahrung und eine veränderte professionelle Haltung getragen.

Die Studie ist qualitativ-explorativ angelegt und verbindet Fragebogen- und Interviewdaten. Sie soll individuelle Entwicklungsverläufe sichtbar machen, subjektive Wirkzuschreibungen verstehen und Impulse für die Weiterentwicklung von Curriculum und Transferbegleitung liefern. Die Ergebnisse werden für einen Beitrag in der Fachzeitschrift Organisationsberatung, Supervision, Coaching aufbereitet:

Zimmermann, M. (in Vorbereitung). Was bleibt von Coaching-Ausbildungen? Eine qualitativ-explorative, hypothesengenerierende Verbleibsstudie zur Erfassung von Effekten. Organisationsberatung, Supervision, Coaching (OCS). Springer Nature. Berlin

Sie möchten mehr zum Thema Coaching erfahren und/oder sich als Coach professionalisieren, um Menschen zu inspirieren?

Dann erfahren Sie hier mehr zu unserem Ausbildungsangebot. Oder melden Sie sich direkt für einen unserer kostenlosen Info-Abende zur Coaching-Ausbildung mit Start im Oktober 2026 an. Hier können Sie das Zentrum sowie Inhalte und didaktisches Konzept der Ausbildung besser kennenlernen. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, all Ihre Fragen direkt an die Ausbildungsleitung zu richten. Termine und das Anmeldeformular für den Info-Abend finden Sie hier.