Eine illustrierte Szene zum Urteils-Handlungs-Hiatus. Sie zeigt eine Person in heller Kleidung, die über einen schmalen, leuchtenden Steg eine Schlucht überquert. Links und rechts befinden sich Felsplateaus mit den Aufschriften „URTEIL“ (links) und „HANDELN“ (rechts). Unter dem Steg fließt ein hellblauer Fluss durch die Schlucht. Im Vordergrund hält eine kleinere Person eine große Lupe, durch die die gehende Figur vergrößert sichtbar ist. Im Hintergrund strahlt eine helle Sonne am Himmel mit weichen Wolken. Die Farben sind freundlich und pastellartig, mit warmem Licht, das die Szene durchzieht.

Der Urteils-Handlungs-Hiatus: Eine Kluft, die verbindet!

Autorinnen: Dominique Fratzer & Monika Zimmermann

Ein Vorwort von Dominique

Der Urteils-Handlungs-Hiatus beschreibt die Diskrepanz zwischen dem, was wir als „richtig“ anerkennen, und dem, wie wir trotzt dieses Wissens handeln. Besonders irritierend zeigt sich dieses Spannungsfeld dort, wo Menschen Werte wie Reflexion, Empathie und Wertschätzung ausdrücklich vertreten wollen. Denn allzu häufig bleibt unser konkretes Handeln hinter unseren eigenen moralischen Ansprüchen zurück. Auch während meines Studiums der Sozialen Arbeit und der darin integrierten Coaching-Ausbildung begegnete ich diesem Phänomen bereits unter Kommiliton:innen. Gerade der Widerspruch zwischen dem dargestellten Selbstbild und dem tatsächlich gelebten Verhalten machte die Situation für mich so bemerkenswert.

Einige Zeit verging, bis ich das offene Gespräch mit Moni suchte – weniger über das konkrete Erlebnis selbst als vielmehr über die daraus entstandenen Unsicherheiten im sozialen Kontakt. Dabei wurde mir die emotionale, aber auch gesellschaftliche Tragweite des Phänomens bewusst. Im Gespräch klärte mich Moni schließlich über den Begriff des Urteils-Handlungs-Hiatus auf. Daraus entwickelte sich für mich die Frage, weshalb Menschen trotz ihres Wissens um Kommunikation und professioneller Haltung oftmals anders Handeln, sobald Gruppendynamiken, eigene Unsicherheiten oder soziale Zugehörigkeiten eine Rolle spielen.

Im weiteren Verlauf meiner Auseinandersetzung mit der Thematik wurde ich auf die sechste Stufe der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg aufmerksam. Diese benennt die Wahrung universeller, ethischer Prinzipien im moralischen Urteilen als höchste Stufe der Entwicklung. Unmittelbar erinnerte sie mich an ein Zitat aus „Der kleine Prinz“ (Saint-Exupéry, 1999, S. 96):

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Für mich spiegelt diese Aussage die höchste Form moralischer Entwicklung allumfänglich wider: die Fähigkeit, Menschen nicht ausschließlich nach äußerem Verhalten, gesellschaftlichen Rollen oder Zugehörigkeiten zu bewerten, sondern mit Empathie, innerem Verständnis und purer Menschlichkeit zu begegnen. Diese Erkenntnis gefiel Moni und mir so gut, dass wir beschlossen, daraus den nachfolgenden Artikel zu formen. Die gemeinsame Begeisterung für den Umgang mit dem Urteils-Handlungs-Hiatus führte uns somit als Autorinnen zusammen. – Eine Kluft, die verbindet.

Viel Freude beim Erkunden, Erkennen und Verbinden! 😉

Dominique Fratzer

Ein Vorwort von Moni

Der Urteils-Handlungs-Hiatus begegnet mir seit vielen Jahren in unterschiedlichen Kontexten: in der Lehre, im Coaching, in Organisationen und nicht zuletzt im eigenen Alltag. Immer wieder zeigt sich dabei dieselbe irritierende und zugleich erkenntnisreiche Ambivalenz: Menschen wissen oft sehr genau, was „richtig“ wäre und handeln dennoch anders. Genau diese Diskrepanz zwischen dem Wissen um (professionell) adäquates Handeln und der tatsächlichen Anwendung im beruflichen Handeln beschreibt den Kern dieses Phänomens präzise.

Was mich an der Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders bewegt, ist seine doppelte Bedeutung: Einerseits konfrontiert es uns mit unseren eigenen Inkonsistenzen, mit den kleinen und großen Brüchen zwischen Anspruch und Realität. Andererseits eröffnet es einen Entwicklungsraum, in dem Lernen, Reflexion und Veränderung überhaupt erst möglich werden. Konstruktivismus pur.

In meiner Arbeit als Professorin und Coach erlebe ich diesen Hiatus nicht als Ausgangspunkt. Denn genau dort, wo Wissen noch nicht in Handlung überführt ist, entsteht die Chance zur bewussten Gestaltung. Es geht nicht nur darum, „richtig“ zu urteilen, sondern darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen dieses Urteil auch wirksam werden kann. Das bedeutet, Lernprozesse so zu gestalten, dass sie über reine Erkenntnis hinausgehen und tatsächlich handlungsleitend werden.

Die Zusammenarbeit mit Dominique hat mich in besonderer Weise berührt. Ihre Perspektive verbindet wissenschaftliche Auseinandersetzung mit persönlicher Reflexion und einer feinen Sensibilität für die emotionalen Dimensionen dieses Themas. Gerade diese Verbindung zwischen kognitivem Verstehen und innerem Erleben ist es, die den Urteils-Handlungs-Hiatus nicht nur erklärbar, sondern auch erfahrbar macht. Der vorliegende Text lädt dazu ein, diese Lücke nicht vorschnell schließen zu wollen, sondern sie zunächst wahrzunehmen und zu verstehen. Denn erst im bewussten Umgang mit dieser Spannung kann etwas Neues entstehen: mehr Selbstkongruenz, mehr Verantwortung und letztlich eine tiefere Form von Verbindung zu sich selbst und zu anderen. In diesem Sinne verstehe ich den Urteils-Handlungs-Hiatus nicht nur als Herausforderung, sondern als Brücke. Eine Brücke zwischen Wissen und Tun, zwischen Haltung und Verhalten, zwischen dem, was wir sind und dem, was wir sein könnten.

Ich wünsche Dir beim Lesen unserer Gedanken inspirierende Einsichten und den Mut, diese Brücke auf Ihre eigene Weise zu betreten.

Moni

Alltagsmoral !?

„Umweltschutz sollte für die Politik an erster Stelle stehen!“, sagt sie und nimmt noch einen Schluck ihres Coffee‑to‑go aus dem Wegwerfbecher.

Er ist immer ehrlich, sagt seine Meinung gerade heraus, aber die kleine Notlüge gegenüber der Schwiegermutter – die hat das Familientreffen gerade noch gerettet!

Wir alle erleben sie, doch kaum einer erkennt sie, die Kluft zwischen dem, was wir denken, wovon wir überzeugt sind, wofür wir uns bekennen, was wir verstanden haben und dem, was wir tatsächlich tun: der Urteils‑Handlungs‑Hiatus. Das Ausleben moralischer Regeln und ethischer Grundsätze bleibt im Alltag oft zurück. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie moralisches Urteilen und moralisches Handeln zusammenhängen und die Kluft überwunden werden kann.

Von der Kunst, ein Urteil zu fällen

Zunächst werfen wir einen genaueren Blick darauf, wie und wodurch zielführende Urteile überhaupt zustande kommen.

Hierzu stellen Newell et. al. vier Phasen vor, mit welchen wir uns während der Urteilsbildung (unbewusst) auseinandersetzen müssen (Newell et al., 2022, S. 27–28): Informationsbeschaffung, Informationsauswahl- und suche, das Zusammentragen und Kombinieren dessen, hin zur Aufarbeitung von möglichen Diskrepanzen zwischen unserem gefällten Urteil und bestehenden Fakten oder fremden Realitäten. Diese Prozesse werden durch das „Lens Model“ (deutsch: „Linsenmodell“), entwickelt vom Psychologen Egon Brunswik (Spektrum Akademischer Verlag, 2000), veranschaulicht. (Newell et al., 2022, S. 28)

Linsenmodell (Newell et. al., 2022, S.29)
Linsenmodell (Newell et. al., 2022, S.29)

Das Linsenmodell stellt den Prozess der Urteilsbildung dar, indem es das zu beurteilende Objekt der Außenwelt und das mentale Bewusstsein der wertenden Person auftrennt. Dazu stellt es sogenannte „Cues“ (deutsch: „Hinweise“) dazwischen. Diese Hinweise dienen der wertenden Person als „Linse“, durch welche sie versucht, den tatsächlichen Zustand des Objekts festzustellen. Über die Pfeile zeigt es, dass Umgebungsreize Hinweise liefern, welche miteinander kombiniert, zu einem inneren Urteil führen. Ein weiterer Pfeil verbindet äußeres Kriterium mit innerem Urteil und hebt hierdurch die Exaktheit hervor, unter welcher das Urteil entsteht. (Newell et al., 2022, S. 28)

Der Prozess der Informationsbeschaffung, welcher die Entdeckung bedeutender Umgebungsreize meint, erweist sich als komplexer, aber zentraler Bestandteil auf dem Weg zum Urteil. Newell et. al. stellen dazu die MCPL-Technik („Multiple-Cue-Probability-Learning“), hervorgegangen aus dem Linsenmodell, vor. Laut den Autoren bekamen Probanden in computergestützten MCPL-Studien die Aufgabe, den Verlauf einer Spur hervorzusagen. Hierfür bekamen manche Testpersonen fixe Hinweise bereitgestellt, während andere die Variablen beliebig verändern konnten. Es zeigte sich, dass Probanden, welche mit den Hinweisen „experimentierten“, einen deutlichen Vorteil in ihren Vorhersagen hatten. Die Identifikation und Einordnung relevanter Umgebungshinweise wird somit als entscheidende Fähigkeit im Urteilsbildungsprozess hervorgehoben. Des Weiteren erweist sich diese Fähigkeit als trainierbar. (Newell et al., 2022, S. 30–32)

Das Auswählen von geeigneten Informationsquellen kann mitunter zeitaufwendig sein. Oftmals entsteht hierbei ein Konflikt zwischen Exploration, der Erkundung von Neuem, und Exploitation, dem Nutzen vorhandener Ressourcen. – Bin ich bereit mehr zu tun, um an tiefere Informationen zu gelangen oder nutze ich, was schnell und bequem verfügbar ist? Diese Phase unterliegt also dem Resultat aus persönlichem Abwägen von benötigtem Aufwand zur Informationsbeschaffung und gewünschter Exaktheit der Information. (Newell et al., 2022, S. 32–33)

Neben dem „Woher“, spielen aber auch Menge und Reihenfolge der Informationssammlung eine tragende Rolle. Beim systematischen Durchsuchen von Informationen werden Exploration und Exploitation zum Balanceakt. Entweder können Informationen alternativenbasiert (vorab werden alle Merkmale einer Option ausgelotet) oder attributebasiert (Betrachtung eines bestimmten Merkmals über alle Optionen hinweg) durchsucht werden. Die Wahl hängt auch hier stark von persönlichen Präferenzen ab. Dennoch wird festgehalten, dass die optimale Strategie von der verfügbaren Kapazität abhängig ist. Ist diese begrenzt, bietet sich eine breite Suche an, während bei größerer Kapazität eine tiefere Suche vorteilhafter ist. Bereits vorhandene Erfahrungswerte verbessern dabei die Effizienz der Suche. (Newell et al., 2022, S. 34–36)

Beim Kombinieren von Informationen erläutern Newell et. al. (2022) zwei Hauptansätze. Die kompensatorische (Newell et al., 2022, S. 37–40) und die nicht-kompensatorische Strategie (Newell et al., 2022, S. 40–44). Wählt man die kompensatorische Strategie, werden alle Merkmale einer Option gewichtet. Ein weniger vorteilhaftes Merkmal kann dabei durch ein positiveres ausgeglichen werden. Es werden demnach alle relevanten Informationen berücksichtigt und eine umfassende, ausgewogene Entscheidung getroffen. Dennoch erfordert diese Variante viel Zeit und kognitive Ressourcen. Zur nicht-kompensatorischen Strategie zieht man dagegen nur die wichtigsten Informationen heran. Die „Take-the-Best“-Heuristik ordnet dabei die Informationen nach Genauigkeit. Die Suche nach einem Hinweis endet also, sobald ein entscheidender „Cue“ gefunden ist. Diese Variante eignet sich unter Zeitdruck, kann jedoch bei unzuverlässigen Informationsquellen schnell zu suboptimalen Entscheidungen führen. Laut Newell et. al. schließt sich hier der Kreis – zurück zur Relevanz der äußeren Hinweisreizerkennung menschlicher Urteilsprozesse. (Newell et al., 2022, S. 46)

Die bisher beschriebenen Phasen heben die Tragweite persönlicher Merkmale in Urteilsprozessen hervor. Neben Lebenserfahrung und dem Umgang mit äußeren Hinweisreizen, spielen unsere Lernfähigkeit und vor allem der Wille, sich neues Wissen anzueignen, eine entscheidende Rolle! Die Urteilsbildung scheint sich somit zunehmend als kontinuierlicher Lernprozess zu entpuppen. Der Feedbackprozess nimmt hierbei eine besondere Stellung ein. So ist er vor allem für die Entscheidungsfähigkeit in veränderlichen Umgebungen ausschlaggebend. „Outcome-Feedback“ teilt dabei lediglich mit, ob eine Entscheidung richtig oder falsch war. „Cognitive Feedback“ wiederum stellt detaillierte Informationen zu Aufgabenstruktur und Zusammenhängen von Hinweisen und Ergebnissen bereit. „Feedforward“ meint Vorabinformationen, welche die kognitive Belastung von Beginn an verringern. Dynamische Umgebungen beschreiben Situationen, welche durch ständige Veränderung und Komplexität gezeichnet sind, so auch Echtzeit-Situationen.

Das „Explore-Exploit-Dilemma“ holt uns auch hier wieder ein. Denn eine erfolgreiche Urteilsbildung hängt in solchen Momenten maßgeblich von unseren Überwachungs- und Kontrollfähigkeiten ab. Unter „Überwachung“ verstehen die Autoren (Newell et al., 2022, S. 59) sowohl die Verarbeitung der Umgebungsreize als auch den Fokus auf die Zielerreichung in Form einer „Selbstüberwachung“. Die „Kontrolle“ bildet dabei das Abrufen und Ausführen von zielführenden Handlungen ab. Ein Problem stellt hier die Einflussnahme unseres mentalen Standpunktes dar. Ist dieser durch hohe Unsicherheit geprägt, erfolgen ununterbrochen Umgebungs- und Selbstüberwachung, was sich nachteilig auf die Ausübung unserer Kontrollverhaltensweisen auswirkt. Sind solche Unsicherheiten jedoch kaum vorhanden, kann sich ein ausbalanciertes Zusammenspiel aus Überwachung und Kontrolle entwickeln.

Nun können „Feedforwards“ dazu beitragen, zielführendes Kontrollverhalten hervorzurufen, während „Feedback“ der Auffrischung unseres Wissensstandes und dem Überblick erreichter und anzustrebender Ziele dient. Um mentale Unsicherheiten abzubauen, bedarf es Trainingsmethoden, welche metakognitives Denken aktiv fördern. Metakognition beschreibt die Fähigkeit über die eigenen Denkprozesse nachzudenken, diese zu reflektieren und kontrollieren (Fleming, 2015, S. 56).

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Moralische Entwicklung nach Kohlberg

Auch Lawrence Kohlberg forschte zur Entstehung von Urteilen, allerdings aus moralpsychologischer Perspektive. Er entwickelte hierzu das Modell der „Stufen der Gerechtigkeitsentwicklung“ (Garz, 2006, S. 88; Lohaus & Vierhaus, 2013, S. 220). Kohlberg verstand Moral nicht als starre Sammlung von Regeln, sondern als dynamischen Entwicklungsprozess, bei dem Menschen auf unterschiedlichem Niveau moralisch urteilen (Iskenius-Schuppert, 2006, S. 305).

Diese Stufen sind in drei Ebenen, zu je zwei aufsteigenden Stufen, gegliedert: präkonventionell, konventionell und postkonventionell. In den präkonventionellen Stufen orientieren sich Menschen stark an Strafe, Belohnung und Eigennutz. Auf konventioneller Ebene rücken soziale Erwartungen, Normen und Regeln in den Vordergrund. Erst in der postkonventionellen Stufe entwickeln einige Menschen ein Verständnis von Moral, das über die jeweilige Norm hinausgeht. Hier steht nun das Wohl aller, beziehungsweise die Wahrung universeller, ethischer Prinzipien im Vordergrund. (Garz, 2006, S. 102)

Kohlbergs Längsschnittstudie (vgl. Lohaus & Vierhaus, 2013, S. 222) dazu zeigt, dass viele Menschen bis ins hohe Erwachsenenalter auf der konventionellen Ebene, den Stufen 3 bis 4, verbleiben. Die postkonventionellen Stufen bilden eine Seltenheit. Grundlegend für die Einordnung sind hierbei unsere Leitgedanken, mit welchen wir unser in die Tat umgesetztes Handeln begründen (Iskenius-Schuppert, 2006, S. 307), siehe nachfolgende Tabelle.

Moralstufen (Eigene Darstellung nach: Garz, 2006, S. 102; Iskenius-Schuppert, 2006, S. 312 f.)
Moralstufen (Eigene Darstellung nach: Garz, 2006, S. 102; Iskenius-Schuppert, 2006, S. 312 f.)

Moral ist also kein einmal erreichtes Ziel, sondern ein lebenslanger Prozess der Weiterentwicklung – von der Orientierung am eigenen Nutzen, hin zu einer stärkeren Berücksichtigung von Gerechtigkeit aller und der Perspektive anderer. Damit zeigt sich der Zusammenhang der Kluft zwischen Wissen und Handeln: Je mehr Menschen in der Lage sind, die Perspektive anderer einzunehmen, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass sie sich selbst moralische Schlupflöcher gönnen, während sie andere hart verurteilen.

Perspektivenwechsel ist also auch hier die Schlüsselkompetenz: Wie in unserer Coaching-Kolumne “Der Elefant als großes Ganzes und was das mit einer interdisziplinären Coaching-Ausbildung zu tun hat” nachzulesen ist. Die Herausforderung im Alltag bleibt für jede:n von uns, diese moralische Einsicht konsequent in das eigene Handeln zu übersetzen.

„Die Moral von der Geschicht“: Was uns der Kleine Prinz lehrt

Der Urteils-Handlungs-Hiatus beschreibt die „Kluft zwischen individueller Kompetenz-Bewertung und tatsächlicher Performanz“ (Zimmermann, 2011, S. 415). Er lässt sich somit als Barriere zwischen Erkenntnis und effektiver Umsetzung verstehen. Der Urteils-Handlungs-Hiatus wird dadurch zu einem zentralen Hindernis auf dem Weg zu persönlicher und professioneller Handlungskompetenz. Auch in der Geschichte des „Kleinen Prinzen“ (Saint-Exupéry, 1999) zeigt sich der Urteils‑Handlungs‑Hiatus. Er wird dabei aber nicht als Defizit, sondern als Entwicklungsraum dargestellt.

Zu Beginn ist der kleine Prinz stark von emotionalen und persönlichen Bedürfnissen geleitet. Er macht sich auf die Reise, will einen Freund finden. Schließlich hat er nur eine Rose, die eigentlich schön, aber doch oft fordernd und manchmal auch zickig ist. Im Vordergrund stehen also „meine“ Bedürfnisse und „mein“ Wille. Im Verlauf seiner Reise trifft er die unterschiedlichsten Figuren. Sie alle sprechen von Besitz, gesellschaftlichen Normen, Effizienz oder Bildung. Doch in keinem von ihnen, findet er einen Freund. Sein Herz scheint nirgendwo wirklich ankommen zu wollen. Er beginnt seine Reise zunehmend zu hinterfragen, sein Zuhause und auch seine Rose – sei sie, wie sie ist – zu vermissen.

Schließlich trifft er auf den Fuchs, welcher ihn lehrt, was Freundschaft eigentlich bedeutet: „Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich.“ (Saint-Exupéry, 1999, S. 98) In diesem Moment entsteht ein höherstufiges moralisches Urteil: Verantwortung wird nicht als bloße Pflicht, sondern als Prinzip erlebt, das über die eigenen Bedürfnisse, die eigene Sehnsucht hinausgeht. Plötzlich versteht er, dass Freundschaft, nicht nur aus vermeintlicher Last der Verantwortung, sondern aus Verbindung entsteht. Er erkennt, dass er seine Rose vermisst, weil er mit ihr verbunden ist. Der kleine Prinz trifft die Entscheidung, zu seiner Rose zurückzukehren. Hierzu muss er den Giftbiss der Wüstenschlange ertragen: über seinen eigenen Schmerz hinweg, verwandelt er Urteil in Handlung – auf Grundlage des ethischen Prinzips der Verbundenheit! Moralische Einsicht braucht also Zeit und inneren Antrieb, um in die Tiefe zu gehen, bevor sie sich in konkretem Verhalten ausdrücken kann.

Der kleine Prinz und seine Botschaft an die Generationen

„Brücken bauen – Von Trennung zu Verbindung“ – In der Beziehung zwischen dem Piloten und dem kleinen Prinzen wird dieser Leitgedanke um einen generationellen Blickwinkel erweitert. Der Pilot verkörpert die ältere Generation, die in der Sprache der Pflicht und Effizienz lebt. Der kleine Prinz hingegen, trifft ihn mit seiner offenen und unvoreingenommenen, nun eben kindlich-neugierigen, Perspektive. Er macht den Piloten auf die kleinen Wunder des Alltags aufmerksam, weckt neue Blickwinkel zu ihrem Beisammensein.

Am Ende entsteht daraus eine tiefe Verbundenheit. Nicht nur in Form einer generationenübergreifenden Freundschaft, sondern auch als Verbindung zum inneren Selbst. Innere Kongruenz erwächst, die nun frei ausgelebt werden kann. Die jüngere Generation also, vermittelt der älteren Generation einen Wert, der in der Erwachsenenwelt oft verdrängt oder verloren gegangen ist: authentische Verbindung. Der kleine Prinz wird in seiner Beziehung zum Piloten zu einem Generationenbotschafter.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut.“ – Generationenübergreifendes Coaching

Auch Coaching verkörpert den Gedanken „Von der Trennung zur Verbindung“, beispielhaft dargestellt in der Coaching-Kolumne “Brücken bauen – von Trennung zu Verbindung“.

Nach Zimmermann (2024, S. 13-14) ist Coaching ein individueller, ziel- und ressourcenorientierter Begleitprozess, welcher zur Wahrnehmungserweiterung und Autonomieerlangung beiträgt. Hierbei werden Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit sowie Selbstorganisation und Problemlösefähigkeit ausgebaut: „Indem bei Klient:innen Selbstwahrnehmung- und reflexion durch entsprechende Interventionen gefördert werden, führt dieser Prozess zu ihrem selbstverantwortlichen Handeln.“ (Zimmermann, 2024, S. 14). Coaching fördert proaktiv persönliche Entwicklungsprozesse (Zimmermann, 2024, S. 13) – und stößt somit persönliches Wachstum an. Auf Grundlage dessen kann Coaching als Raum dienen, in welchem sich verschiedene Generationen, Perspektiven und Lebensweisen begegnen, in Austausch treten und einander nachvollziehen, sprich „einander sehen“, lernen.

Die Begegnung des kleinen Prinzen mit dem Fuchs wird somit zu einer Metapher für die Begegnung zwischen Coach und Coachee: Wege ebnen, um die Kluft zwischen Verstand und Herz, zwischen Urteil und Handlung zu überbrücken. Die Rose steht hierbei für die eigene Herkunft, für unsere Wurzeln, Verbindung und unsere gegenseitige Verantwortung füreinander. Werte, die zunächst unsichtbar, aber im moralischen Reifeprozess greifbar werden. Der Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ (Saint-Exupéry, 1999, S. 96) bekommt jetzt eine neue Bedeutung: Selbstkongruenz entsteht nicht aus abstrakten Regeln, sondern aus authentischer Verbindung – zu uns selbst sowie im gemeinsam gestalteten Miteinander.

Und genau das kann Coaching durch die bewusste Begleitung von Übergängen aktiv unterstützen. Indem es Brücken baut, über die Klienten ihre eigene „Fuchs‑Lektion“ erkennen, den Urteils‑Handlungs‑Hiatus überwinden und zu einer selbstkongruenten Lebensführung gelangen – für sich selbst und zum Wohle aller.

Zimmermann & Wunder (Hrsg.) Du bist die Methode
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Auch als eBook verfügbar.

„Das Buch bietet einen vielfältigen und dabei sehr differenzierten Überblick über die große Landschaft des Coachings. Besonders wertvoll dabei finde ich, wie überzeugend dargelegt wird, dass alle Methoden, Techniken und ‚tools‘ ihren Wert erst gewinnen durch eine ethisch kongruente Haltung mit tiefem Respekt vor der Einzigartigkeit und Unterschiedlichkeit von Menschen. Mit seiner Offenheit ansteckenden Neugier auch über den ‚Tellerrand des Coachings‘ hinaus und auf die sich in Coachings begegnenden multiplen Perspektiven bietet es einen reichhaltigen Schatz sehr anregender Lernchancen.“ 

Dr. med. Dipl. rer. pol. Gunther Schmidt

„Dieses Buch ist wichtig, weil es eine Sache deutlich macht: Coaching braucht Haltung. Und diese Coaching-Haltung beschränkt sich nicht auf eine Methode, Schule oder Theorie. Sie ist interdisziplinär. Aus meiner Sicht ist das die Grundlage für die Profession Coaching.“

Dr. Christopher Rauen

Coaching: „Mit Brücke über die Lücke“

Coaching kann und darf unseres Erachtens nicht wertneutral sein. In der professionellen Praxis bedeutet dies, „Lücken“ sichtbar zu machen und die Klient:innen Schritt für Schritt von normkonformem zu werteorientiertem Denken und Handeln zu begleiten. Eine zentrale Rolle übernimmt dabei die Reflexionskompetenz, „die Fähigkeit, das eigene Denken und Handeln selbstständig zu überdenken und stetig zu verbessern“. Eine weitere solide Basis bildet die Selbstkompetenz. Sie meint die Fähigkeit, mit sich selbst entwicklungsfördernd umzugehen, sprich eigene Stärken und Schwächen zu erkennen und das eigene Verhalten bewusst steuern zu können. Diese befähigen schließlich zur Selbstkongruenz. (Zimmermann, 2011, S. 188) 

Es geht am Ende also nicht nur um Einsicht oder Veränderung, sondern um die bewusste Begleitung von Übergängen – von Wissen zu Verhalten, von Werten zu Handlungsmustern.

Zimmermann beschreibt den Urteils-Handlungs-Hiatus als „Diskrepanz zwischen dem Wissen um professionell adäquates Handeln und der tatsächlichen Anwendung im beruflichen Handeln“ (Zimmermann, 2011, S. 211). Berufliche Relevanz erreicht dieses Thema somit insbesondere für Führungskräfte, Moderierende, Coaches und Therapeuten oder auch Lehrpersonen sowie Studierende. Hierzu stellt sie auf Grundlage ihrer Forschungen fest, dass „[…] Coaching eine wirkungsvolle Intervention darstellt, die sich positiv sowohl auf die Fähigkeit […] zur Selbstreflexion als auch auf ihre Verhaltensdispositionen auswirkt.“ (Zimmermann, 2011, S. 2). Um die dazu benötigten Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu erreichen, bedarf es eines achtsamen Miteinanders und der individuellen Klärung von Problemlagen im Coaching-Prozess. (Zimmermann, 2011, S. 10)

Um die Kluft zu überwinden, braucht es also gezielte Lern- und Reflexionsformate: Feedback, Supervision sowie Selbst- und Teamreflexion helfen, „blinde Flecken“ im eigenen Handeln und der Zusammenarbeit auszuloten. – “Das Erkennen des eigenen Urteils-Handlungs-Hiatus, das Durchdenken und das Durchführen zielorientierter Verbesserungsmaßnahmen (am eigenen Tun, am professionellen Umfeld) kennzeichnet hohe Reflexionskompetenz.“ (Zimmermann, 2011, S. 111)

Zimmermann stellt in ihrer Dissertation (2011, S. 213) das „Drei-Phasen-Modell der Kompetenzförderung“ – des Begeisterns, des Bewusstmachens und des Befähigens – vor. Es beschreibt die hierbei zugrundeliegenden Aufgaben des Coaches sowie die Entwicklungsaufgaben der Klient:innen und legt die Stufen der Kompetenzentwicklung innerhalb der Phasen fest.

In Phase 1, des Begeisterns, unterstützt der Coach die Festigung von neuen Lerninhalten, indem er das Sammeln positiver, anregender und die Neugierde weckende Erfahrungen ermöglicht. Als Basis dient die empathische und wertschätzende Grundhaltung des Coaches gegenüber den Klient:innen. Dadurch erhalten die Coachees die Möglichkeit, ihren Erfahrungshorizont auf interessierte und freudvolle Weise zu erweitern. Hieraus entwickelt sich Stufe 1 der Kompetenz, die Begeisterung, welche sich durch positive Lernerfahrung auszeichnet. Darauf aufbauend entsteht Stufe 2, die Kompetenzentwicklung des Optimismus. Dieser fördert einen zuversichtlichen Umgang mit Problemlagen und eine konstruktive Fehlerkultur. (Zimmermann, 2011, S. 214)

Phase 2 dient dem Bewusstwerdungsprozess. Hierbei gestaltet der Coach Möglichkeiten zur Selbstexploration und Selbstreflexion. Innerhalb dieser Erfahrungsräume wird der Coachee für die eigenen Denk- und Handlungsmuster sensibilisiert. (Zimmermann, 2011, S. 216) Dies führt zur „[…] lösungsorientierten Auseinandersetzung mit eigenen Erwartungen und dem professionsspezifischen Selbstkonzept.“ (Zimmermann, 2011, S. 217). Routinehandlungen werden dabei aktiv überdacht und auf die Umstrukturierung vorbereitet. Somit entsteht ein stetiger, selbstreflektierender Prozess, in welchem die Klient:innen Ängste abbauen und die eigenen Entwicklungspotentiale erkennen können. Dabei entsteht Stufe 3 der Kompetenzentwicklung: das „Selbstbewusstsein“ steht hier für eine ressourcenorientierte und selbstbewusste Lernkultur des Einzelnen. Stufe 4 beschreibt sodann den individuellen Lernerfolg, aus welchem heraus erste eigene Veränderungs- und Umsetzungsmöglichkeiten entwickelt und begleitet reflektiert werden können. (Zimmermann, 2011, S. 214)

Phase 3 des Modells gilt der Befähigung des Coachees. Dieser erhält die benötigte methodische und mentale Unterstützung, um das erfahrene Wissen nun auch schrittweise in neue Denk- und Handlungsprozesse zu überführen. Das Aufrechterhalten von positiven Gedankenmustern unterstützt dabei die konsequente Arbeit an den eigenen Entwicklungszielen. Auf Stufe 5 der „professionellen Reflexionskompetenz“ werden früher erworbene Erwartungshaltungen weiter abgebaut und somit Raum zum Erwerb eines „positiven, professionellen Selbstkonzeptes“ geschaffen. Auf Stufe 6 tritt hiermit die Kompetenzentwicklung als lebenslange Entwicklungsaufgabe hervor. Stetiges Reflektieren der eigenen Gedanken und Handlungen führt zum Erkennen des Urteils-Handlungs-Hiatus. Die darauffolgende Planung und Umsetzung von entsprechenden Verbesserungsmöglichkeiten sichert nun die Entstehung von neuen, positiven und nachhaltigen Handlungskompetenzen. (Zimmermann, 2011, S. 218–219)

Der „pädagogische Doppeldecker“ bildet dafür eine gelungene Grundlage. Als soziales Interaktionsphänomen in Lehrsettings, dient die Lehre neben der Wissensvermittlung zugleich dem Erleben und somit der Verdeutlichung des Lerninhalts. Er verbindet Theorie und Praxis, sodass Erkenntnisse direkt erprobt und gemeinsam reflektiert werden. (Zimmermann, 2011, S. 200)

Den Zusammenhang zwischen unseren Absichten und den daraus resultierenden Handlungen hat auch Stefan Gerlach, in Form einer zeitlichen Analyse (Gerlach, 2020), genauer untersucht. Er unterscheidet hierbei vier Arten von Absichtlichkeit (Gerlach, 2020, S. 337). Die „vorausgehende Absichtlichkeit“ (Gerlach, 2020, S. 337) bezieht sich auf eine Handlung, welche noch in der Zukunft liegt. Während man diese Handlung nun ausführt, befindet man sich in der „handlungsbezogenen Absicht“ (Gerlach, 2020, S. 338). Letztendlich unterliegt unsere Handlung aber auch der Absicht, diese grundsätzlich ausgeführt zu haben, sprich unser Ziel damit erreicht zu haben. Dies bezeichnet Gerlach als „zielbezogene Absicht“ (Gerlach, 2020, S. 338). Als eine vierte Art betitelt er die „weitere Absicht“ (Gerlach, 2020, S. 338), welche mögliche, in Verbindung stehende, weitere Handlungen nach der Zielerreichung meint. In Hinblick auf die Überwindung des Urteils-Handlungs-Hiatus stechen vor allem zwei Arten von Absicht hervor: Zur „handlungsbezogenen Absicht“ hält Gerlach fest, dass unsere Beweggründe während des Handelns zwar nicht permanent gedanklich präsent, aber grundlegend als Basis unseres Handelns verankert, sein müssen (Gerlach, 2020, S. 343).

„Das bedeutet, dass der Akteur nicht nur in jeder Phase seiner Handlung eine handlungsbezogene Absicht auf seiner psychischen Seite haben muss, sondern dass er zugleich den Gehalt dieser Absicht, sein Tun, als ein jetzt-gegenwärtiges Handeln von diesem Typ auffasst.“ (Gerlach, 2020, S. 343)

Dies unterstreicht die Relevanz unseres „moralischen Know-how“, nicht nur als bloße Weisheit, sondern als gefestigte Grundhaltung unseres Tuns. Weiter erläutert Gerlach, dass bei der Ausführung einer Handlung, handlungsbezogene Absichten immer zeitgleich mit zielbezogenen Absichten auftreten. „Das heißt, in zielgerichteten Handlungen weiß der Akteur zu jedem Zeitpunkt nicht nur was er tut, sondern auch, mit welchem Ziel er dies tut.“ (Gerlach, 2020, S. 346) Demnach greifen „mentales Grundlagenwissen“ und aktives Bewusstsein für das inhaltliche Ziel des Vorhabens ineinander. (Gerlach, 2020, S. 345) Gerlach zeigt auf, dass die wechselseitige Beziehung von handlungsbezogener und zielbezogener Absicht ein „[…] untrennbares Gesamtphänomen, welches die Steuerung der Handlung ins Ziel bewerkstelligen kann“ (Gerlach, 2020, S. 363) darstellt. Hiermit lässt sich verdeutlichen, dass unsere Handlungen nicht nur aus dem Moment heraus entstehen, sondern durch transferiertes Wissen aktiv beeinflussbar und lenkbar sind.

Wir plädieren daher für eine Lernkultur, in der theoretisches Wissen zu tatsächlicher Handlungsfähigkeit führt: „Ziel ist es […] Grundlagen, Haltungen und Ziele des Coachings zu verstehen […] und handlungsleitend werden zu lassen“ (Zimmermann, 2024, S. 3 f.). Wer sich und vielleicht sogar anderen die Brücke vom Urteil zum tatsächlichen Handeln systematisch baut, schafft somit tragfähige Veränderungsprozesse in Teams, Organisationen, Bildungsbereich – und dem alltäglichen Miteinander!

Literaturverzeichnis

Fleming, S. (2015, April 9). Der mentale Kontrolleur. Gehirn und Geist, (5/2015), 56–61.

Garz, D. (2006). Sozialpsychologische Entwicklungstheorien: Von Mead, Piaget und Kohlberg bis zur Gegenwart (3., erweiterte Aufl). Verl. für Sozialwissenschaften.

Gerlach, S. (2020). Absichten und Ziele – eine Zeitanalyse zielgerichteter Handlungen. Zeitschrift für philosophische Forschung, 74(3), 337–364.

Iskenius-Schuppert, U. (2006). Die Psychologie der Moralentwicklung nach Lawrence Kohlberg. ZTA Zeitschrift für Transaktionsanalyse (Archiv), (4). https://content-select.com/de/portal/media/view/6384e64c-00e0-4554-9bb9-405c8677ec64

Newell, B. R., Lagnado, D. A., & Shanks, D. R. (2022). Straight Choices: The Psychology of Decision Making (3. Aufl.). Psychology Press. https://doi.org/10.4324/9781003289890

Saint-Exupéry, A. de. (1999). Der kleine Prinz (G. Leitgeb, Übers.; 7. Auflage, 347.-466. Tsd). Karl Rauch Verlag.

Spektrum Akademischer Verlag. (2000). Lexikon der Psychologie: Brunswik. Spektrum.de. https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/brunswik/2644

Zimmermann, M. (2011). Naturwissenschaftliche Bildung im Kindergarten: Eine integrative Längsschnittstudie zur Kompetenzentwicklung von Erzieherinnen. Logos Verl.

Zimmermann, M. (Hrsg.). (2024). Coaching – zum Wachstum inspirieren: Ein interdisziplinäres, integratives Handbuch (1. Auflage). Carl-Auer Verlag.

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